Bei Barrick Mining (ISIN: CA0679011084) verdichten sich die Hinweise auf einen tiefgreifenden Konzernumbau. Ein Wechsel im Top-Management, eine außergewöhnliche Goldentdeckung in Nevada und neu aufkommende IPO-Spekulationen verändern die Wahrnehmung des Goldriesen spürbar. Anleger stellen sich zunehmend die Frage, ob Barrick vor einer Zerlegung steht – oder vor einer strategischen Neubewertung.
CFO-Wechsel verschärft Umbau bei Barrick Mining
Barrick Mining hat mit Helen Cai eine neue Finanzchefin berufen. Sie übernimmt das Amt der Chief Financial Officer und Senior Executive Vice President ab dem 1. März. Cai gehört dem Verwaltungsrat bereits seit 2021 an und folgt auf Graham Shuttleworth, der seit der Randgold-Übernahme 2019 Teil des Konzerns war.
Der Wechsel ist mehr als eine Personalie. Er reiht sich ein in eine Serie hochrangiger Abgänge seit dem überraschenden Rücktritt von CEO Mark Bristow im September. Interim-CEO Mark Hill treibt seither den Umbau der Führungsstruktur voran. In Kombination mit strategischen Prüfungen wirkt der Managementwechsel wie ein vorbereitender Schritt für größere strukturelle Entscheidungen.
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Fourmile-Goldfund in Nevada stellt Bewertungen infrage
Ein zentraler Treiber der aktuellen Diskussion ist das Fourmile-Projekt in Nevada. Marktbeobachter sprechen von einer außergewöhnlichen Entdeckung mit dem Potenzial, die Ressourcenbasis von Barrick Mining deutlich zu verändern. In Analystenkreisen ist sogar von einer der bedeutendsten Goldfunde dieses Jahrhunderts die Rede.
Der Erfolg in Nevada stärkt Barricks Position in einer politisch stabilen Tier-1-Region. Damit gewinnen die nordamerikanischen Assets strategisch weiter an Gewicht. Für viele Bewertungsmodelle entsteht ein Spannungsfeld zwischen bestehender Produktionsrealität und neuem geologischem Potenzial.
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IPO-Pläne für Nordamerika schüren Zerlegungsfantasie
Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch Berichte über einen möglichen Börsengang der nordamerikanischen Goldwerte. Demnach könnte Barrick Mining zentrale Assets wie die Beteiligung an Nevada Gold Mines, das Fourmile-Projekt und Pueblo Viejo in eine eigenständige Gesellschaft einbringen.
Ein solcher Schritt würde die Konzernstruktur vereinfachen und zugleich hochwertige Vermögenswerte isoliert sichtbar machen. Analysten sehen darin nicht nur einen Weg zur Wertfreisetzung, sondern auch die Grundlage für Übernahmefantasie. Insbesondere Branchengrößen wie Newmont oder Agnico Eagle Mines gelten als potenzielle Interessenten eines eigenständigen Nordamerika-Vehikels.
Bereits im Vorjahr hatte Newmont laut Marktberichten geprüft, sich stärkeren Einfluss auf die gemeinsamen Nevada-Minen zu sichern. Ein Spin-off würde diese Option erneut auf den Tisch bringen.
Institutionelle Investoren zwischen Einstieg und Ausstieg
Trotz des zunehmend konstruktiven Langfristnarrativs zeigen institutionelle Investoren ein gemischtes Bild. Während Confluence Wealth Services neu eingestiegen ist, reduzierte Stephens Inc. seine Beteiligung deutlich. Diese gegenläufigen Bewegungen spiegeln die Unsicherheit wider, ob kurzfristige operative Belastungen oder langfristige strukturelle Chancen überwiegen.
Im dritten Quartal waren die Goldverkäufe von Barrick Mining im Jahresvergleich rückläufig. Gleichzeitig sorgen Managementumbau, Goldfund in Nevada und IPO-Optionen für eine Neubewertung der strategischen Perspektive.
Mali-Einigung schafft Spielraum für Neuausrichtung
Entlastung kommt aus Westafrika. Nach einer Vergleichszahlung von 430 Mio. US-Dollar Ende 2025 übergab die Regierung in Mali die Kontrolle über den Loulo-Gounkoto-Komplex zurück an Barrick. Zusätzlich wurden zuvor beschlagnahmte Goldbestände freigegeben.
Update: Barrick und Mali – Ende des langwierigen Loulo-Gounkoto-Konflikts
Die Einigung stabilisiert die Cashflows und reduziert politische Risiken. Damit kann sich das Management stärker auf die strategische Neuausrichtung und die Bewertung der nordamerikanischen Kernassets konzentrieren.
Fazit: Barrick Mining vor Zerlegung oder Neubewertung?
Barrick Mining steht an einem kritischen Punkt. Der CFO-Wechsel, der Fourmile-Goldfund in Nevada und die IPO-Pläne für Nordamerika fügen sich zu einem Bild zunehmender struktureller Bewegung. Ob daraus eine tatsächliche Zerlegung oder eine gezielte Wertfreisetzung entsteht, bleibt offen.
Für Anleger ergibt sich ein Spannungsfeld aus kurzfristigen operativen Herausforderungen und langfristigem optionalem Wert. Klar ist jedoch: Barrick Mining befindet sich nicht mehr im Status quo – sondern mitten in einer Phase strategischer Weichenstellungen.
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Wer ist Barrick Mining?
Barrick Mining Corporation (bis zum 06. Mai 2025 Barrick Gold Corp.) ist mit einer Förderung von über 7 Mio. Unzen bzw. etwa 200 t Gold im Jahr das größte Goldbergbauunternehmen der Welt. Der Hauptsitz befindet sich in Toronto. Das Unternehmen ist im Aktienindex S&P/TSX 60 an der Toronto Stock Exchange gelistet. Zudem stellt es die größte Position im wichtigsten Branchen-Index, dem NYSE Arca Gold BUGS Index, dar.


