Goldpreisentwicklung 30.01.2026 – Gold, Silber und Kupfer unter massivem Verkaufsdruck, Wochenend-Crash prägt den Freitag

Goldpreisentwicklung
Goldpreisentwicklung

Wir werfen einen Blick auf die Goldpreisentwicklung am Freitag (30.01.2026) – einem Handelstag, der nach der extremen Volatilität der Vorwoche ein deutliches Warnsignal für Edelmetall-Investoren setzte. Neben Gold betrachten wir die Auswirkungen des EUR/USD auf Gold und Silber im Euroraum sowie die Entwicklung bei Kupfer, das für viele Produzenten strategisch an Bedeutung gewinnt.

Was erwartet Euch im Tagesrückblick?

Dann schaun wir mal

Der Goldpreis (ISIN: XC0009655157) startete am Freitag bei 5.397,32 USD in den Handel. Im Tagesverlauf kam es jedoch zu massiven Abgaben. Die Feinunze rutschte im Tagesverlauf nach dem Erreichen des Tageshochs bei 5.450,75 USD zeitweise bis auf 4.692,84 USD ab. Damit erreichte Gold eine außergewöhnlich hohe Handelsspanne von 757,91 USD bzw. 16,15 %, ein klares Zeichen für Nervosität und Positionsabbau am Markt. Zum Handelsschluss setzte sich die Schwäche durch: Die letzte Preisfeststellung lag bei 4.860,89 USD. Gegenüber dem Vortag (5.378,80 USD) entspricht dies einem deutlichen Rückgang um -517,91 USD bzw. -9,63 %. Nach der Rekordjagd der Vorwoche kam es damit zu einer spürbaren Korrektur, die viele kurzfristige Gewinne ausradierte.

Als unmittelbarer Auslöser gilt die überraschende Ankündigung aus den USA, wonach Präsident Donald Trump den früheren Notenbanker Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der Federal Reserve nominieren will. Warsh gilt als Vertreter eines restriktiveren geldpolitischen Kurses. Damit geriet die bislang dominante Erwartung einer weiterhin lockeren US-Geldpolitik ins Wanken.

Die hohe Volatilität setzte sich zum Start in den Montagshandel nahtlos fort. Der Goldpreis bleibt massiv unter Druck und notiert aktuell (08:40 Uhr) bei 4.570,14 USD. Im frühen Handel wurde mit 4.411,18 USD bereits ein weiteres Tagestief markiert. Damit bestätigt sich, dass die Korrektur nach der Rekordjagd nicht nur ein Wochenschluss-Effekt war, sondern sich auch zu Beginn der neuen Handelswoche fortsetzt.

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Chart: Goldpreisentwicklung 1 Jahr | Powered by GOYAX.de

Ein Blick auf EUR/USD und die Auswirkungen auf den Goldpreis in EUR

Parallel zum Goldpreis geriet auch der Euro unter Druck. Der EUR/USD-Kurs gab am Freitag um -0,0118 USD nach. Statt 1,1969 USD am Vortag notierte der Euro zum Handelsschluss nur noch bei 1,1851 USD, was einem Minus von 0,99 % entspricht.

Für Anleger in der Eurozone wirkte dieser Effekt zusätzlich belastend. Der errechnete Goldpreis in Euro lag am Vortag noch bei 4.493,94 EUR. Am Freitag fiel dieser Wert auf 4.101,67 EUR. Damit ergibt sich ein Rückgang um -392,27 EUR bzw. -8,73 %. Trotz des schwächeren Euro konnte der massive Preisverfall in USD nicht abgefedert werden.

Von der Goldpreisentwicklung zur Silberpreisentwicklung

Noch heftiger traf es den Silbermarkt. Die Feinunze Silber erreichte am Freitag ein Tagestief von 74,0630 USD, während das Tageshoch bei 118,4270 USD lag. Die daraus resultierende Handelsspanne von 44,36 USD bzw. 59,90 % verdeutlicht, wie spekulativ der Markt zuletzt positioniert war. Zum Wochenschluss setzte sich der Abverkauf durch: Der letzte Preis lag bei 84,6475 USD, nach 115,6905 USD am Vortag. Das entspricht einem massiven Rückgang um -31,0430 USD bzw. -26,83 %.

Auch der Silbermarkt zeigt sich weiterhin extrem anfällig. Die Feinunze Silber notiert aktuell bei 76,231 USD, nachdem im Tagesverlauf bereits ein Tief bei 71,752 USD erreicht wurde. Trotz einer leichten technischen Gegenbewegung bleibt das Marktumfeld angespannt. Das hohe Maß an spekulativen Positionierungen und die anhaltende Unsicherheit sorgen weiterhin für starke Ausschläge. Der EMA 50 sollte im Blick gehalten werden.

Chart: Silber 1 Jahr | Powered by GOYAX.de

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Auch in Euro gerechnet zeigt sich das Ausmaß der Korrektur. Der Silberpreis in EUR fiel von 96,6585 EUR auf 71,4265 EUR. Damit liegt der Preis um -25,2320 EUR bzw. -26,10 % unter dem Vortagesniveau.

Gold-Silber-Ratio

Die abrupte Schwäche bei Silber spiegelt sich deutlich in der Gold-Silber-Ratio wider. Diese stieg am Freitag von 46,49 auf 57,43 Punkte. Der Anstieg um 10,94 Punkte entspricht einem Plus von 23,53 %. Historisch betrachtet signalisiert eine solche Bewegung eine klare Risikoaversion und eine Umschichtung zugunsten von Gold, trotz dessen eigener Verluste.

Warum betrachten wir diese Ratio? Die Gold-Silber-Ratio soll dem Leser einen Anhaltspunkt geben, welches der beiden Edelmetalle aktuell eher überbewertet und welches eher unterbewertet ist. Welche Kriterien das Gold-Magazin an die Gold Silber Ratio anlegt, kann unter Wissenswertes – Gold Silber Ratio nachgelesen werden.

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Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.

Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick.  -> KW 05 2026 Trump schickt Gold und Silber ins Blutbad – FED-Personalie kippt die Zinsfantasie – dazu Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Zijin Gold, Agnico Eagle, Alamos Gold

Und wie siehts beim Kupfer aus?

Auch der Kupfermarkt konnte sich dem Abwärtsdruck nicht entziehen. Der Preis für eine Tonne Kupfer bewegte sich am Freitag zwischen 12.980,02 USD und 13.728,93 USD, wobei der Handel am Tageshoch startete. Die Handelsspanne betrug 748,91 USD bzw. 5,77 %. Zum Handelsschluss notierte Kupfer bei 13.034,14 USD, nach 13.726,87 USD am Vortag. Damit ergibt sich ein Tagesminus von -692,73 USD bzw. -5,05 %. Für Goldproduzenten mit Kupferexposure bedeutet dies zusätzlichen Margendruck, insbesondere nach den zuvor sehr hohen Preisniveaus.

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