Goldpreisentwicklung 12.02.2026, plötzlich wieder Absturz

Goldpreisentwicklung

Wir werfen einen Blick zurück auf die Goldpreisentwicklung (ISIN: XC0009655157) am Donnerstag, den 12.02.2026. Zudem betrachten wir den EUR/USD sowie dessen Auswirkungen auf den Gold- und Silberpreis im Euroraum.

Was erwartet Euch im Tagesrückblick?

Goldpreisentwicklung

Der Goldpreis startete mit einem Kurs von 5.096,04 USD in den Handelstag. Im weiteren Verlauf kam es jedoch zu deutlichen Abgaben. Die Feinunze Gold markierte ihr Tagestief bei 4.884,67 USD, nachdem zuvor noch ein Tageshoch bei 5.099,20 USD erreicht worden war. Damit ergab sich eine ausgeprägte Handelsspanne von 214,53 USD oder 4,39 %. Die letzte Preisfeststellung am Donnerstag (12.02.2026) lag mit 4.922,43 USD klar unter dem Niveau des Vortages (5.082,36 USD). Dies entspricht einem Minus von 159,93 USD beziehungsweise 3,15 %.

Der späte Abverkauf war weniger durch neue fundamentale Impulse ausgelöst, sondern vielmehr Ausdruck eines kurzfristigen Stressmoments an den Finanzmärkten. Am Abend trennten sich Marktteilnehmer offenbar von Edelmetallpositionen, um Liquidität freizusetzen. Hintergrund waren Verluste am Aktienmarkt sowie notwendige Absicherungen von Margin-Calls. In solchen Phasen werden bevorzugt liquide Anlagen verkauft – Gold zählt hier traditionell zu den ersten Kandidaten. Der Verkaufsdruck verstärkte sich innerhalb weniger Minuten deutlich, was den abrupten Preisrutsch erklärt.

Chart: Goldpreisentwicklung 1 Jahr | Powered by GOYAX.de

EUR/USD und Goldpreis in Euro

Der Euro zeigte sich am Donnerstag hingegen kaum verändert. Im Tagesverlauf verbilligte sich die Gemeinschaftswährung leicht um 0,0005 USD. Gegenüber dem Vortag (1,1874 USD) lag der letzte Tageskurs bei 1,1869 USD und damit 0,04 % niedriger.

Für Anleger im Euroraum wirkte sich dies zusätzlich belastend aus. Der errechnete Goldpreis in Euro lag am Vortag bei 4.280,24 EUR. Für Donnerstag (12.02.2026) ergibt sich ein Wert von 4.147,30 EUR. Dies entspricht einem Rückgang um 132,94 EUR beziehungsweise 3,11 %.

Von der Goldpreisentwicklung rüber zur Silberpreisentwicklung

Der Silbermarkt reagierte auf den abendlichen „Risk-out“-Moment besonders sensibel. Die Feinunze Silber verzeichnete am Donnerstag ein Tagestief bei 74,5875 USD, nachdem sie zuvor noch ein Tageshoch bei 84,8130 USD erreicht hatte. Damit lag die Handelsspanne bei außergewöhnlich hohen 10,23 USD oder 13,71 %. Der letzte festgestellte Preis belief sich auf 75,3335 USD und lag damit deutlich unter dem Vortagesniveau von 84,2500 USD. Das Tagesminus beträgt somit 8,9165 USD beziehungsweise 10,58 %.

Die hohe Volatilität unterstreicht einmal mehr den spekulativen Charakter des Silbermarktes. Nach der kräftigen Rally der vergangenen Wochen trafen Gewinnmitnahmen auf ein plötzlich einsetzendes Sicherheitsbedürfnis der Anleger. Vor allem momentumgetriebene Marktteilnehmer zogen sich rasch zurück, was die Abwärtsbewegung zusätzlich beschleunigte.

Chart: Silber 1 Jahr | Powered by GOYAX.de

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Natürlich zeigte sich dann auch in Euro gerechnet ein klarer Rückgang. Der errechnete Silberpreis in Euro lag am Vortag bei 70,9533 EUR. Für Donnerstag (12.02.2026) ergibt sich ein Wert von 63,4708 EUR. Damit fiel der Silberpreis in Euro um 7,4825 EUR oder 10,55 %.

Gold-Silber-Ratio

Zuletzt betrachten wir im Zusammenhang mit den Edelmetallen die Gold-Silber-Ratio. Die Gold-Silber-Ratio stieg infolge der deutlich stärkeren Silberverluste spürbar an. Mit einem Zuwachs von 5,02 Punkten erhöhte sich die Ratio von 60,32 auf 65,34. Dies entspricht einem Anstieg um 8,32 % und verdeutlicht die relative Schwäche von Silber gegenüber Gold in Stressphasen.

Phasen hoher Volatilität und stark schwankender Gold-Silber-Relationen eignen sich weniger für Timing-Versuche, aber umso mehr für einen strukturierten Vermögensaufbau. Wer bislang kein physisches Gold oder Silber besitzt, kann Kursschwankungen beispielsweise über einen regelmäßigen Sparplan nutzen. 👉 Jetzt Goldsparplan starten – beim mehrfach ausgezeichneten Testsieger des Handelsblatts („Deutschlands bester Goldsparplananbieter 2021–2025“)

Warum betrachten wir diese Ratio? Die Gold-Silber-Ratio soll dem Leser einen Anhaltspunkt geben, welches der beiden Edelmetalle aktuell eher überbewertet und welches eher unterbewertet ist. Welche Kriterien das Gold-Magazin an die Gold Silber Ratio anlegt, kann unter Wissenswertes – Gold Silber Ratio nachgelesen werden.

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Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.

Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick.  -> KW 06 2026 Nach dem Blutbad: Gold behauptet sich – Silber bleibt unter Druck – dazu Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Rio Tinto, Glencore, Regis Resources

Und wie siehts beim Kupfer aus?

Da bei vielen Goldproduzenten auch Kupfer eine zunehmend wichtige Rolle spielt, lohnt sich ein Blick auf dessen Preisentwicklung. Die Notierung erfolgt hierbei je Tonne.

Der Kupferpreis bewegte sich am Donnerstag (12.02.2026) zwischen 12.812,45 USD und 13.322,74 USD, nachdem der Handel bei 13.229,20 USD eröffnet worden war. Daraus ergibt sich eine Handelsspanne von 510,29 USD oder 3,98 %. Der letzte Kurs lag mit 12.859,08 USD deutlich unter dem Vortageswert von 13.240,12 USD. Insgesamt stand damit ein Tagesminus von 381,04 USD beziehungsweise 2,88 % zu Buche. Auch hier spiegelte sich der breit angelegte Rückzug aus risikoreicheren Positionen wider.

Tagesfazit und Ausblick

Der Donnerstag war geprägt von einem abrupten, marktweiten „Risk-out“-Moment, bei dem es weniger um neue Fundamentaldaten als um Liquiditätsbedarf und Gewinnmitnahmen ging. Besonders Silber zeigte sich anfällig für die schnelle Stimmungswende, während Gold seine Rolle als vergleichsweise stabilerer Wert bestätigte.

Zum Start in den Freitag zeigt sich das Bild bereits wieder freundlicher: Gold notiert aktuell bei 4.953,22 USD, Silber bei 76,729 USD. Dies deutet darauf hin, dass ein Teil des Verkaufsdrucks abgearbeitet sein könnte. Entscheidend bleibt nun, ob sich die Edelmetalle oberhalb der jüngsten Tiefs stabilisieren können oder ob die erhöhte Volatilität die Märkte auch in den kommenden Handelstagen begleitet.

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