Goldaktien, Gold und EURUSD – Unser Wochenrückblick auf die KW 07 2026. Zudem werfen wir wie gewohnt auch einen Blick auf die Silberpreisentwicklung. Und natürlich gehört auch die Goldpreisentwicklung in EUR dazu. Außerdem betrachten wir für unsere Inhaber von Goldaktien den NYSE Arca Gold BUGS Index. Denn der NYSE Arca Gold BUGS Index ist ein in US-Dollar gehandelter Aktienindex von internationalen Goldproduzenten und hauptsächlich Gold fördernden Bergbauunternehmen. BUGS ist die Abkürzung für Basket of Unhedged Gold Stocks.
Nach dem scharfen Rücksetzer zur Wochenmitte stand der Edelmetallmarkt unter Beobachtung: War der Donnerstag nur ein Warnsignal – oder der Beginn eines echten Abwärtstrends? Die Antwort lieferte der Freitag. Gold und Silber zeigten eindrucksvoll, dass Rücksetzer sofort gekauft werden.
Unsere Headlines im Wochenrückblick
Gold: Starke Woche – Donnerstag kein Trendbruch
Die Vorwoche endete bei 4.960,72 USD. Im Wochenvergleich stieg Gold trotz hoher Volatilität deutlich an und legte in USD solide zu. Diese Dynamik fehlte zu Beginn der KW 07 2026 bei Gold zunächst. Montag bis Mittwoch startete die Woche bereits uneinheitlich. Nach der positiven Entwicklung in KW 06 setzte Gold zunächst auf der Unterstützung bei rund 4.910 USD auf, konnte aber keine nachhaltige Dynamik entwickeln. Zwischen 4.910 USD und 5.020 USD bewegte sich der Preis, wobei Intraday-Volatilität und Gewinnmitnahmen die Märkte bestimmten. Die Marktteilnehmer blieben vorsichtig: Noch war nicht klar, ob die Stärke der Vorwoche fortgesetzt werden würde. Dabei lag die Wochenperformance bis Mittwoch bei rund +1,6 % im Vergleich zum Wochenstart und spiegelte eine Konsolidierung über der Vorwochenbasis wider. Damit zeigte sich: Trotz der Volatilität hält das Fundament – Gold verteidigt die Niveaus aus KW 06.
Am Donnerstag kam es aber zu einem deutlichen Rücksetzer. Der Preis fiel intraday spürbar, kurzfristig unter die 4.900‑USD-Marke. Gewinnmitnahmen institutioneller Anleger, Liquiditätsbedarf nach starken Kursgewinnen und technische Auslösungen erzeugten den Eindruck eines nervösen Marktes. Doch der Rückgang hatte keinen fundamentalen Bruch: Der Dollar blieb stabil, US-Zinssignale veränderten sich nicht signifikant, und strukturelle Nachfragen blieben intakt. Für Marktteilnehmer war dies ein Test – ein echter Stresstest, um zu sehen, ob die Käufer bereit sind, Schwäche zu kaufen.
Der Freitag bestätigte die Stärke des Marktes eindrucksvoll. Gold startete bei 4.896,06 USD, fiel kurz auf ein Tagestief von 4.891,16 USD, bevor die Käufer die Kontrolle übernahmen. Das Tageshoch lag bei 5.045,34 USD, und der Wochenschluss bei 5.038,97 USD bedeutete ein Plus von 2,37 % zum Vortag. Und auf Wpchensicht ebenfalls ein Zugewinn, allerdings etwas weniger, nämlich lediglich 1,58%.
Gold unter Druck: Warum der Markt gestern fiel – und den Stresstest heute bestand
Die psychologisch wichtige Marke von 5.000 USD wurde zurückerobert. Rücksetzer wurden gekauft – genau wie es ein intakter Aufwärtstrend verlangt. Der Wochenvergleich zeigt: Gold hat von KW 06 bis KW 07 weiter zugelegt und verteidigt sein bullisches Momentum.
Auch die fundamentale Lage bestätigt das technische Bild: Gold und Silber stehen auf solidem Boden. Schwache US-Konjunkturdaten haben die Renditeerwartungen weiter gesenkt und schaffen ein Umfeld, in dem Edelmetalle als sichere Anlage wieder stärker nachgefragt werden. Anleger reagieren zunehmend auf die Aussicht auf Zinssenkungen der Federal Reserve. Dies ist eine Aussicht, die die Opportunitätskosten für Edelmetalle reduziert und den Kaufdruck erhöht.
Parallel dazu bleibt die strukturelle Nachfrage hoch. Staaten bauen ihre Reserven weiter aus: China kauft seit Monaten ununterbrochen Gold, Polen plant zusätzlich 150 Tonnen, dies sind keine kurzfristigen Impulse, sondern Langzeitkäufe, die den Markt stabilisieren. Auch institutionelle Anleger setzen auf Edelmetalle: UBS sieht mittelfristig Kursziele bei 5.900 USD, JPMorgan Chase nennt sogar 6.300 USD, und auch Wells Fargo sowie BNP Paribas bleiben konstruktiv. Diese Einschätzungen stützen nicht nur den Optimismus, sondern geben dem Markt psychologische Rückendeckung.

Silber: Volatil, aber starke Woche – industrielle Nachfrage stützt den Trend
Silber startete die KW 07/2026 zunächst verhalten, nach der positiven Entwicklung in KW 06, in der es die Woche bei rund 75,33 USD abgeschlossen hatte. Montag bis Mittwoch bewegte sich der Preis zwischen etwa 74,50 USD und 77,80 USD, geprägt von Gewinnmitnahmen und kurzfristigen Positionsanpassungen. Die Marktteilnehmer tasteten sich vorsichtig an die Widerstandszone bei 78–79 USD, während die industrielle Nachfrage weiterhin stabil blieb: Elektroindustrie, Photovoltaik und Batteriezulieferer sorgten für konstante physische Abnahme. So bewegte sich Silber am Mittwoch bis aufs Wochenhoch bei 86,2105 USD
Am Donnerstag fiel Silber spürbar, zeitweise unter 75 USD, parallel zum Rücksetzer bei Gold. Gewinnmitnahmen, Liquiditätsbedarf und technische Verkäufe setzten den Preis unter Druck. Doch das fundamentale Bild blieb unverändert: Strukturelle Angebotsdefizite in den Hauptproduktionsländern – Peru, Mexiko und China – begrenzen die verfügbare Menge und geben dem Markt weiterhin Stabilität.
Der Freitag brachte die Gegenbewegung: Silber stieg von einem Tagestief bei 74,20 USD auf ein Tageshoch von 79,33 USD und schloss bei 77,30 USD, ein Plus von 2,61 % zum Vortag. Im Euro entspricht das einem Anstieg von 63,47 EUR auf 65,13 EUR. Besonders auffällig: Silber reagierte prozentual stärker auf den Rücksetzer als Gold – ein Zeichen für relative Stärke und gesunde Marktbewegung.
Damit zeigt sich aktuell wieder, dass neben Investmentkäufen Silber weiterhin stark durch industrielle Anwendungen gestützt wird. Nachfrage aus Photovoltaik, Elektronik und Batterien sorgt dafür, dass auch kurzfristige Rücksetzer sofort absorbiert werden. In Kombination mit staatlichen Käufen und strukturellen Angebotsdefiziten ergibt sich ein robustes Fundament, das den Preis stabilisiert und jede technische Korrektur schnell auflöst.

Gold-Silber-Ratio: Leichter Anstieg trotz relativer Silberstärke
Die Gold-Silber-Ratio bewegte sich im Wochenvergleich von 63,82 auf 65,19 und zeigt damit einen moderaten Anstieg. Auf den ersten Blick könnte dies den Eindruck erwecken, dass Gold stärker war als Silber. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch deutlich: Silber reagierte in der Woche deutlich volatiler auf die Rücksetzer, insbesondere am Donnerstag, und erholte sich am Freitag deutlich.
Der Anstieg der Ratio spiegelt vor allem die stärkere Aufwärtsbewegung von Gold in USD wider, nicht etwa eine Schwäche von Silber. Silber profitiert gleichzeitig weiterhin von starker industrieller Nachfrage und strukturellen Angebotsengpässen, sodass kurzfristige Schwankungen die fundamentale Stärke nicht infrage stellen. Die Ratio ist leicht gestiegen, signalisiert aber keine Marktverschiebung. Sie verdeutlicht vielmehr die aktuell leicht größere Stabilität von Gold, während Silber die Wochenbewegungen stärker mitnimmt – ein typisches Bild in gesunden Bullenmärkten mit aktiver industrieller Nachfrage.
Für Anleger:
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EUR/USD und Gold in Euro
Das Euro/US-Dollar Verhältnis blieb stabil und beendete die Woche bei 1,1869 USD, sodass die Kursgewinne von Gold und Silber nicht auf einen schwachen Dollar zurückzuführen sind. Wir sehen damit auf Wochensicht lediglich einen Anstieg um 0,457% (+ 0,0054 USD), da wir ja letztes Wochenende bei 1,1815 USD standen. Damit zahlt man aktuell 0,843 EUR für einen USD.
| Datum | 09.02.2026 | 10.02.2026 | 11.02.2026 | 12.02.2026 | 13.02.2026 |
| EUR/USD | 1,1913 | 1,1893 | 1,1874 | 1,1869 | 1,1869 |
Gold in Euro stieg von 4.198,66 EUR auf 4.245,49 EUR. Damit sehen wir auf Euro Basis einen Anstieg von 1,12 % (+46,83 EUR), während auf US-Dollar Basis sich der Goldpreis ja um 1,58% erhöht hatte. Wir sehen also den leicht preisanstiegsdämpfenden Effekt durch die Wechselkursschwankungen.
Unser kurzer Blick auf den NYSE Arca Gold Bugs Index
Der NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) setzte in der KW 07 2026 seine dynamische Bewegung fort und knüpfte an die Stabilisierung der Vorwoche an. Nach einem Wochentief direkt zum Wochenauftakt bei 806,53 Punkten am Montag zeigte sich zunächst Zurückhaltung im Markt. Im weiteren Verlauf gewann der Index jedoch deutlich an Momentum. Bereits zur Wochenmitte stabilisierte sich der HUI spürbar, ehe am Donnerstag mit 886,82 Punkten das Wochenhoch markiert wurde. Der Donnerstagsschluss lag bei 825,11 Punkten und verdeutlichte die zwischenzeitlich erhöhte Volatilität innerhalb der Handelswoche.
Zum Wochenschluss notierte der Index schließlich bei 871,29 Punkten. Ausgehend vom Vorwochenschluss bei 806,55 Punkten ergibt sich damit ein kräftiges Wochenplus von 64,74 Punkten beziehungsweise +8,02 %. Die Minenwerte profitierten dabei weiterhin vom konstruktiven Umfeld am Goldmarkt sowie von soliden Unternehmenszahlen im Rahmen der laufenden Berichtssaison. Auffällig bleibt die erhöhte Schwankungsbreite innerhalb der Woche – ein Hinweis darauf, dass Marktteilnehmer nach der starken Vorperiode weiterhin selektiv agieren und Rücksetzer konsequent zum Positionsaufbau nutzen. Insgesamt bestätigt die Woche das technisch verbesserte Bild im HUI, wobei die Dynamik zunehmend auch spekulatives Kapital anzieht.

Dann schauen wir mal auf die drei Index Schwergewichte unter den Goldaktien. Haben sich Barrick, Newmont und Franco Nevada stabil gezeigt?
- Barrick Mining an der NYSE – Von 45,16 USD auf 47,91 USD (+ 2,75 USD /+ 6,09 %)
- Newmont Corp. an der NYSE – Von 115,32 USD auf 125,80 USD (+ 10,48 USD/ + 9,09 %)
- Franco Nevada Corp. an der TSX – Von 317,34 CAD auf 343,87 CAD (+ 26,53 CAD/+ 8,36 %)
Welche Goldaktien und Gold News standen bei uns in der KW 07 2026 im Blickpunkt?
Harmony Gold (ISIN: ZAE000015228) investiert Milliarden in Kupfer. Doch die CSA-Mine in Australien braucht Zeit. Hohe Goldpreise sichern Cashflows und Strategie. -> Harmony Gold: Kupferstrategie trifft Realität – CSA-Mine braucht zweijährige Generalüberholung
- Wochenentwicklung von Glencore plc an der LSE – Von 499,25 GBp auf 478,10 GBp (- 21,15 GBp /- 4,24 %)
Newmont bremst Barrick IPO-Pläne: Warum Nevadas Gold zum Streitpunkt wird zwischen den beiden Goldriesen werden könnte. -> Nevada Gold Mines als Zankapfel: Newmont stoppt Barricks IPO-Pläne
Gold unter Druck: Warum Anleger gestern Liquidität brauchten – und weshalb die heutige Erholung zeigt, dass der Stresstest bestanden ist.. -> Gold unter Druck: Warum der Markt gestern fiel – und den Stresstest heute bestand
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