KW 10 2026 Gold im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsnachfrage und festerem Dollar – Blick auf Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Rio Tinto, SSR Mining, Pan American Silver

Goldaktien

Goldaktien, Gold und EURUSD – Ein Rückblick auf die Entwicklungen der KW 10 2026. Zudem werfen wir wie gewohnt auch einen Blick auf die Silberpreisentwicklung. Und natürlich gehört auch die Goldpreisentwicklung in EUR dazu. Außerdem betrachten wir für unsere Inhaber von Goldaktien den NYSE Arca Gold BUGS Index. Denn der NYSE Arca Gold BUGS Index ist ein in US-Dollar gehandelter Aktienindex von internationalen Goldproduzenten und hauptsächlich Gold fördernden Bergbauunternehmen. BUGS ist die Abkürzung für Basket of Unhedged Gold Stocks.

Unsere Headlines im Wochenrückblick

Gold gibt nach starkem Wochenstart leicht nach

Für Gold verlief die vergangene KW 10 2026 sehr dynamisch, bevor Gewinnmitnahmen und makroökonomische Faktoren für Druck sorgten. Nachdem der Goldpreis bereits zu Wochenbeginn sein Wochenhoch markiert hatte, gab das Edelmetall am Dienstag deutlich nach (Wochentief bei 4.997,94 USD) und beendete die Woche schließlich bei 5.170,48 US-Dollar. Damit stand auf Wochensicht ein Rückgang von 104,16 US-Dollar beziehungsweise rund 1,97 Prozent zu Buche.

Der Wochenverlauf zeigte dabei eine deutliche Spanne. Bereits am Montag erreichte Gold mit 5.417,31 US-Dollar sein Wochenhoch. Im weiteren Verlauf setzten jedoch Verkäufe ein, sodass der Markt zeitweise deutlich nachgab. Neben technischen Faktoren spielte dabei auch das makroökonomische Umfeld eine wichtige Rolle.

Fundamental bewegte sich der Goldmarkt weiterhin im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsnachfrage und geldpolitischen Erwartungen. Geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, sorgten zwar weiterhin für Interesse an defensiven Anlagen. Gleichzeitig wurde der Spielraum nach oben jedoch durch einen festeren US-Dollar sowie steigende Anleiherenditen begrenzt.

Gerade der Währungsmarkt spielte dabei eine wichtige Rolle. Der EUR/USD-Kurs fiel im Wochenverlauf von 1,1818 auf 1,1617 und wertete damit um rund 1,7 Prozent ab. Ein stärkerer Dollar wirkt traditionell belastend auf den Goldpreis, da das Edelmetall international überwiegend in der US-Währung gehandelt wird.

Zusätzliche Unsicherheit brachte die Diskussion über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank. Ein schwächerer Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten schürte zwar Hoffnungen auf mögliche Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf. Gleichzeitig dämpften steigende Energiepreise und anhaltende Inflationssorgen die Erwartungen an eine schnelle Lockerung der Geldpolitik. Dieses Spannungsfeld sorgte dafür, dass der Goldpreis im Wochenverlauf empfindlich auf neue Konjunktur- und Inflationssignale reagierte..

Für Edelmetall Interessierte:

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Chart: Goldpreisentwicklung 1 Jahr | Powered by GOYAX.deChart: Goldpreisentwicklung 1 Jahr | Powered by GOYAX.de

Silber mit deutlich stärkerer Korrektur

Noch deutlicher fiel die Bewegung beim Silberpreis aus. Das Edelmetall zeigte sich in der vergangenen Woche wesentlich volatiler und beendete den Handel bei 84,36 US-Dollar, nachdem es eine Woche zuvor noch bei 93,83 US-Dollar notiert hatte. Damit ergab sich ein Wochenverlust von 9,47 US-Dollar beziehungsweise rund 10,1 Prozent. Auch hier begann die Woche zunächst mit einem starken Niveau. Am Montag markierte Silber bei 96,07 US-Dollar sein Wochenhoch. Die anschließende Korrektur fiel jedoch deutlich stärker aus als beim Goldpreis und führte zeitweise bis auf ein Wochentief von 78,19 US-Dollar.

Der Grund liegt in der besonderen Rolle von Silber am Rohstoffmarkt. Anders als Gold besitzt Silber eine Doppelfunktion: Es gilt zwar ebenfalls als Edelmetall und Krisenschutz, ist gleichzeitig aber ein wichtiger Rohstoff für zahlreiche industrielle Anwendungen. Genau diese Kombination machte sich in der vergangenen Woche bemerkbar. Während geopolitische Risiken grundsätzlich auch Silber stützen können, reagiert das Metall empfindlicher auf wirtschaftliche Unsicherheiten. Zweifel an der globalen Konjunktur sowie die Stärke des US-Dollars sorgten deshalb für stärkeren Verkaufsdruck als beim Gold.

Insbesondere Branchen wie Elektronik, Investitionsgüter oder Teile der Energiewende spielen für die industrielle Nachfrage nach Silber eine zentrale Rolle. Wenn sich die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum eintrüben, schlägt sich dies häufig schneller und deutlicher im Silberpreis nieder.

Aus technischer Sicht gab es zum Wochenschluss jedoch ein leicht positives Signal. Am Freitag konnte der Silberpreis wieder über seinen 50-Tage-Durchschnitt (EMA 50) steigen, der aktuell bei rund 84,08 US-Dollar verläuft. Der Schlusskurs oberhalb dieser Marke deutet darauf hin, dass sich der Markt nach der starken Korrektur zumindest kurzfristig stabilisieren könnte. Entscheidend bleibt nun, ob Silber dieses Niveau in der neuen Woche verteidigen kann oder ob der Bereich erneut zur Widerstandszone wird.

Chart: Silber 1 Jahr | Powered by GOYAX.de

An Gold-Silber-Ratio Anstieg lässt sich Silber Korrektur gut ablesen

Auch die Gold-Silber-Ratio hat ist in der vergangenen Woche spürbar gestiegen. Auf Basis der Schlusskurse kletterte das Verhältnis von 56,21 in der Vorwoche auf 61,29 (+ 5,08 / + 9,04 %). Der Anstieg zeigt klar, dass Silber im Wochenverlauf deutlich stärker unter Druck stand als Gold. Während der Goldpreis vergleichsweise stabil blieb, reagierte Silber empfindlicher auf den festeren US-Dollar sowie zunehmende Konjunktursorgen. Eine steigende Ratio gilt häufig als Hinweis darauf, dass Investoren in unsicheren Marktphasen verstärkt auf das defensivere Edelmetall Gold setzen. Für Silber bedeutet dies kurzfristig Gegenwind – gleichzeitig verbessert eine hohe Ratio aus langfristiger Sicht oft die relative Bewertung des weißen Metalls gegenüber Gold.

EUR/USD und Gold in Euro

Wie bereits erwähnt. Der EUR/USD-Kurs fiel im Wochenverlauf von 1,1818 auf 1,1617 und wertete damit um rund 1,7 Prozent ab. Direkt zu Beginn der Woche wertete der USD deutlich gegenüber dem Euro auf. Dies zeigt, dass der Iran Krieg eine Flucht in den USD auslöste. Dieser scheint weiterhin als härteste Währung angesehen zu werden.

Datum 02.03.2026 03.03.2026 04.03.2026 05.03.2026 06.03.2026
EUR/USD 1,1688 1,1613 1,1634 1,1609 1,1617

Diese Entwicklung hat den Preisverfall von Gold in Euro somit fast komplett aufgefangen. Bei uns im Euroraum fiel der Goldpreis auf Wochensicht somit von 4.463,23 EUR auf 4.450,79 EUR. Damit sehen wir auf Euro Basis einen Rückgang von 0,28 % (+ 12,44 EUR), während auf US-Dollar Basis der Goldpreis sich ja deutlich um 1,97 % vermindert hatte. Wir sehen also einen deutlichen Effekt durch die Wechselkursschwankungen.

Unser kurzer Blick auf den NYSE Arca Gold Bugs Index

Der NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) hat in der KW 10 2026 spürbar nachgegeben. Während er am Montag noch bei 986,06 Punkten seinen Wochenhoch markierte, fiel der Index im weiteren Verlauf auf ein Wochentief von 834,79 Punkten am Freitag. Insgesamt ging der Index von 978,88 Punkten am vergangenen Wochenende auf 863,80 Punkte zu Beginn dieses Wochenendes zurück und verzeichnet damit einen deutlichen Rückgang (-115,08 / – 11,76%).

Chart: NYSE Arca Gold Bugs Index | Powered by GOYAX.de

Dann schauen wir mal auf die drei Index Schwergewichte unter den Goldaktien. Haben Barrick, Newmont und Franco Nevada ebenfalls so leiden müssen?

  • Barrick Mining an der NYSE – Von 50,74 USD auf 45,42 USD (- 5,32 USD /- 10,48 %)
  • Newmont Corp. an der NYSE – Von 130,00 USD auf 116,29 USD (- 13,71 USD/ – 10,55 %)
  • Franco Nevada Corp. an der TSX – Von 381,24 CAD auf 352,86 CAD (- 28,38 CAD/- 7,44 %)

Welche Goldaktien und Gold News standen bei uns in der KW 10 2026 im Blickpunkt?

Beginnt für den Goldpreis in 2026 ein Superzyklus? Wie sind die aktuellen Preise einzuordnen und welche Rolle wird Gold systematisch haben? -> Goldpreis 2026 auf Rekordkurs – Beginn eines neuen Superzyklus?

Rio Tinto genehmigt den Neustart des Zulti-South-Projekts in Südafrika. Die 473-Mio.-USD-Investition verlängert den Minenbetrieb bis 2050. -> Rio Tinto reaktiviert Zulti-South-Projekt in Südafrika – 473 Mio. USD sichern Minenbetrieb bis 2050

  • Wochenentwicklung von Rio Tinto an der LSE (RIO.L) – Von 7.335,00 GBp auf 6.749,00 GBp (- 586,00 GBp /- 7,99 %)

SSR Mining Inc. (ISIN: CA7847301032) trennt sich von der Çöpler-Mine und erhält 1,5 Mrd. USD. Der Verkauf markiert einen strategischen Fokus auf Amerika. -> SSR Mining verkauft Çöpler-Mine für 1,5 Mrd. USD – strategischer Rückzug aus der Türkei

  • Wochenentwicklung von SSR Mining in Toronto (SSRM.TO) – Von 43,87 CAD auf 41,46 CAD (- 2,41 CAD /- 5,49 %)

Goldaktien Top Performer: Diese 4 Minenaktien haben Anlegern enorme Gewinne beschert und Barrick und Newmont übertroffen. -> Diese Goldaktien haben Barrick & Newmont ausgestochen – 1-Jahres Top Performer im Überblick

Neue Bohrergebnisse bei Pan American Silver (ISIN: CA6979001089) sorgen für Fantasie: Die La-Colorada-Mine in Mexiko könnte deutlich größer werden. -> Pan American Silver: Größte Silbermine könnte deutlich wachsen – Bohrergebnisse sorgen für Fantasie

  • Wochenentwicklung von Pan American Silver Corp. in Toronto (PAAS.TO) – Von 93,58 CAD auf 80,94 CAD (- 12,64 CAD /- 13,51 %)

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