Harmony Gold verdoppelt Dividende – und setzt Milliarden-Wette auf Kupfer

Harmony Gold

Der steigende Goldpreis beschert vielen Minenkonzernen derzeit kräftige Gewinne. Doch nur wenige nutzen den Rückenwind so konsequent wie Harmony Gold. Der südafrikanische Produzent erhöht seine Dividende massiv – und investiert gleichzeitig Milliarden in eine strategische Neuausrichtung. Neben Gold soll künftig vor allem ein anderer Rohstoff das Wachstum antreiben.

Goldpreis treibt Gewinn und Ausschüttung

Der jüngste Geschäftsbericht von Harmony Gold zeigt deutlich, wie stark der Konzern vom aktuellen Edelmetallmarkt profitiert. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 konnte das Unternehmen seinen Umsatz auf rund 44,4 Milliarden Rand steigern – ein Plus von rund 20 Prozent.

Noch deutlicher fiel der Gewinnsprung aus. Das operative Ergebnis legte um mehr als 60 Prozent zu, während das EBITDA um knapp 40 Prozent auf etwa 18 Milliarden Rand kletterte. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von rund 9,8 Milliarden Rand.

Der wichtigste Treiber bleibt der hohe Goldpreis, der zuletzt mehrfach neue Rekordstände markierte. Für Produzenten mit großen Fördermengen wie Harmony bedeutet das deutlich steigende Margen.

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Rekorddividende für Aktionäre

Aktionäre profitieren direkt von dieser Entwicklung. Harmony kündigte eine Interimsdividende von 530 südafrikanischen Cent je Aktie an. Insgesamt werden damit rund 3,4 Milliarden Rand an die Anteilseigner ausgeschüttet.

Es handelt sich um die höchste Zwischen-Dividende in der Geschichte des Unternehmens. Der Schritt unterstreicht, wie stark sich die Bilanz des Konzerns durch den Goldpreisaufschwung verbessert hat.

Auch künftig will Harmony an seiner Ausschüttungspolitik festhalten und einen Teil des Cashflows regelmäßig an Aktionäre zurückgeben.

Produktion leicht rückläufig

Trotz der starken Finanzzahlen sank die Goldproduktion im ersten Halbjahr leicht. Harmony förderte rund 724.000 Unzen Gold und damit etwa neun Prozent weniger als im Vorjahr.

Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem geringere Erzgrade, operative Verzögerungen sowie Probleme bei Lieferketten einzelner Projekte.

An der Jahresprognose hält das Management dennoch fest. Für das Gesamtjahr erwartet Harmony weiterhin eine Goldproduktion von etwa 1,4 bis 1,5 Millionen Unzen.

Gleichzeitig stiegen die Förderkosten. Die sogenannten All-in Sustaining Costs (AISC) erhöhten sich um rund 21 Prozent auf etwa 2.115 US-Dollar je Unze.

Harmony setzt künftig stärker auf Kupfer

Während Gold weiterhin das Kerngeschäft bleibt, arbeitet Harmony parallel an einer strategischen Transformation. Der Konzern baut zunehmend eine zweite Säule im Portfolio auf: Kupfer.

Ein wichtiger Schritt war die Übernahme der CSA-Kupfermine in Australien. Dort konnte das Unternehmen bereits erste Kupferproduktion melden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Harmony eine Produktion von rund 17.500 bis 18.500 Tonnen Kupfer.

Noch wichtiger für die Zukunft ist jedoch das Eva-Copper-Projekt in Australien. Die geplante Mine soll ab 2028 jährlich rund 60.000 Tonnen Kupfer produzieren und eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren haben.

Darüber hinaus hält Harmony einen bedeutenden Anteil am großen Wafi-Golpu-Projekt in Papua-Neuguinea, das ebenfalls große Kupfer- und Goldvorkommen enthält.

Harmony Gold: Kupferstrategie trifft Realität – CSA-Mine braucht zweijährige Generalüberholung

Langfristiges Ziel: Mehr Metall-Mix

Langfristig verfolgt das Management eine klare Strategie. Bis etwa 2035 soll der Produktionsmix deutlich breiter aufgestellt sein.

Aktuell stammt der Großteil der Einnahmen noch aus Gold. In Zukunft könnte jedoch ein deutlich größerer Anteil aus Kupfer kommen. Interne Planungen sehen langfristig ein Verhältnis von etwa 60 Prozent Gold und 40 Prozent Kupfer vor.

Mit dieser Diversifizierung will Harmony seine Abhängigkeit vom Goldpreis reduzieren und gleichzeitig vom steigenden Bedarf an Industriemetallen profitieren.

Warum Harmony jetzt auf Kupfer setzt

  • Energiewende: Kupfer ist ein Schlüsselmetall für Stromnetze, Elektroautos und erneuerbare Energien.
  • Neue Einnahmequelle: Der Konzern will seine Abhängigkeit vom Goldpreis reduzieren und zusätzliche Cashflows schaffen.
  • Großprojekt in Australien: Das Eva-Copper-Projekt soll ab 2028 jährlich rund 60.000 Tonnen Kupfer produzieren.
  • Strategisches Ziel: Zusammen mit der CSA-Kupfermine könnte Harmony mittelfristig rund 100.000 Tonnen Kupfer pro Jahr fördern.
  • Stabilere Gewinne: Ein Mix aus Gold und Industriemetallen kann die Einnahmen über Rohstoffzyklen hinweg stabilisieren.

Große Ressourcenbasis als Fundament

Ein entscheidender Vorteil des Unternehmens bleibt seine große Ressourcenbasis. Harmony verfügt über Goldressourcen von mehr als 135 Millionen Unzen sowie Reserven von rund 36,8 Millionen Unzen.

Damit gehört der Konzern weiterhin zu den bedeutenden Goldproduzenten weltweit und verfügt über eine langfristige Produktionspipeline.

Fazit

Harmony Gold nutzt den aktuellen Goldboom konsequent aus: steigende Gewinne, eine Rekorddividende und gleichzeitig hohe Investitionen in zukünftiges Wachstum.

Besonders interessant für Investoren ist die strategische Neuausrichtung. Während Gold weiterhin das Fundament bleibt, könnte Kupfer in den kommenden Jahren zu einer zweiten starken Ertragssäule werden.

Damit positioniert sich Harmony für zwei zentrale Trends der Rohstoffmärkte: die anhaltende Nachfrage nach sicheren Edelmetallen – und den steigenden Bedarf an Industriemetallen für die globale Energiewende.

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Wer ist Harmony Gold?

Harmony Gold Mining gehört zu den wichtigsten Goldproduzenten der Welt und ist der größte Goldförderer Südafrikas nach Produktionsvolumen. Das Unternehmen wurde 1950 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Johannesburg. Heute betreibt Harmony mehrere Untertage- und Tagebauminen in Südafrika sowie internationale Projekte in Papua-Neuguinea und Australien. Neben der Hidden-Valley-Mine in Papua-Neuguinea baut der Konzern zunehmend eine zweite Rohstoffsäule auf: Kupfer.

Mit rund 1,4 bis 1,5 Millionen Unzen Goldproduktion pro Jahr zählt Harmony zu den bedeutenden Mid-Tier-Produzenten im globalen Goldsektor. Gleichzeitig treibt das Unternehmen eine geografische Diversifizierung voran, um die Abhängigkeit von südafrikanischen Tiefminen zu reduzieren. Mit Projekten wie der CSA-Kupfermine in Australien sowie dem großen Wafi-Golpu-Projekt in Papua-Neuguinea positioniert sich Harmony zunehmend als kombinierter Gold- und Kupferproduzent.