Der Edelmetallmarkt stand zum Wochenschluss deutlich unter Druck. Während der Goldpreis spürbar nachgab, verzeichnete vor allem Silber eine kräftige Korrektur. Parallel dazu sorgte eine auffällige Bewegung am Devisenmarkt für zusätzliche Aufmerksamkeit: Der Euro verlor deutlich gegenüber dem US-Dollar und näherte sich wichtigen technischen Unterstützungsmarken.
Auslöser für die Bewegung sind vor allem geopolitische Spannungen, steigende Ölpreise sowie neue Erwartungen an die Geldpolitik der großen Notenbanken. Gleichzeitig richten sich die Blicke der Anleger bereits auf die kommende Woche, in der wichtige geldpolitische Entscheidungen anstehen könnten.
Goldpreis 13.03.2026: Deutlicher Rückgang zum Wochenschluss
Der Goldpreis (ISIN: XC0009655157) startete am Freitag mit 5.093,82 USD in den Handelstag. Im Verlauf fiel der Preis zunächst auf ein Tagestief von 5.009,98 USD, während das Tageshoch bei 5.127,35 USD lag. Damit ergab sich eine Handelsspanne von 117,37 USD beziehungsweise 2,34 %.
Zum Handelsschluss wurde der Goldpreis schließlich bei 5.025,28 USD festgestellt. Gegenüber dem Donnerstagsschluss von 5.092,03 USD entspricht dies einem Rückgang von 66,75 USD oder 1,31 %.
Damit setzte sich die Konsolidierung am Edelmetallmarkt fort, nachdem Gold in den Wochen zuvor sehr stabil war.

Goldpreis in Euro: Schwächerer Euro begrenzt die Verluste
Eine wichtige Rolle spielte erneut der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar. Der EUR/USD-Kurs fiel am Freitag deutlich von 1,1519 USD auf 1,1417 USD, was einem Tagesverlust von 0,89 % entspricht. Der Euro geriet damit erneut unter Druck und notierte zeitweise nahe seinem tiefsten Stand seit August 2025. Marktbeobachter sehen mehrere Gründe für die Schwäche der europäischen Währung:
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steigende Ölpreise infolge geopolitischer Spannungen
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eine erhöhte Nachfrage nach dem US-Dollar als Krisenwährung
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neue Erwartungen an die Geldpolitik der großen Zentralbanken
Technisch richtet sich der Blick der Devisenhändler derzeit besonders auf das Tief vom 1. August 2025 bei 1,1391 USD. Sollte diese Marke unterschritten werden, könnte sich die Abwärtsbewegung beim Euro weiter beschleunigen.
Für Anleger im Euroraum milderte der schwächere Euro allerdings den Rückgang beim Goldpreis. Der Goldpreis lag am Donnerstag noch bei 4.420,55 EUR je Feinunze. Am Freitag ergibt sich auf Basis der Schlusskurse ein Preis von 4.401,58 EUR. Damit ergibt sich lediglich ein Rückgang von 18,97 EUR beziehungsweise 0,43 %.
Silberpreis 13.03.2026: Deutliche Korrektur
Noch stärker fiel die Bewegung beim Silberpreis aus. Die Feinunze Silber bewegte sich im Verlauf des Freitags zwischen 79,5135 USD und 85,4405 USD. Damit lag die Handelsspanne bei 5,93 USD oder 7,45 %.
Der Schlusskurs wurde schließlich bei 80,5375 USD festgestellt. Gegenüber dem Donnerstagsschluss von 84,0955 USD ergibt sich damit ein Rückgang von 3,5580 USD beziehungsweise 4,23 %.
Damit setzte sich die deutliche Korrektur beim Silberpreis fort, nachdem das Metall zu Beginn der Woche noch stark zulegen konnte.

Silberpreis in Euro
Auch in Euro gerechnet verzeichnete Silber einen deutlichen Rückgang.
Der Silberpreis lag am Donnerstag noch bei 73,0059 EUR je Feinunze. Am Freitag ergibt sich ein Preis von 70,5417 EUR.
Damit ergibt sich ein Rückgang von 2,4642 EUR oder 3,38 %.
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Gold-Silber-Ratio leicht rückläufig
Die stärkere Korrektur beim Silberpreis machte sich erneut in der Gold-Silber-Ratio bemerkbar.
Die Kennzahl stieg von 60,55 auf 62,40 Punkte. Das entspricht einem Anstieg von 1,85 Punkten beziehungsweise 3,06 %.
Die steigende Ratio zeigt, dass Gold im Vergleich zu Silber aktuell deutlich stärker performt.
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Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.
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Kupferpreis ebenfalls schwächer
Auch der Kupfermarkt gab zum Wochenschluss nach.
Der Preis für eine Tonne Kupfer bewegte sich am Freitag zwischen 12.724,85 USD und 12.932,83 USD, nachdem der Handel bei 12.932,23 USD gestartet war. Damit lag die Handelsspanne bei 207,98 USD beziehungsweise 1,63 %.
Der Schlusskurs wurde schließlich bei 12.736,52 USD festgestellt. Gegenüber dem Donnerstagsschluss von 12.936,77 USD entspricht dies einem Rückgang von 200,25 USD oder 1,55 %.
Blick auf die kommende Zinswoche
Besonders spannend dürfte die kommende Woche werden. Die Märkte richten ihren Blick auf die nächste geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank (Fed).
Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses findet am 17. und 18. März 2026 statt. Die Zinsentscheidung wird am 18. März veröffentlicht.
Die Mehrheit der Marktbeobachter erwartet derzeit, dass die Fed die Zinsen zunächst unverändert lässt. Allerdings haben steigende Ölpreise und geopolitische Risiken zuletzt neue Inflationssorgen ausgelöst, wodurch sich mögliche Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben könnten.
Für die Edelmetallmärkte bleibt damit vor allem die Kommunikation der Zentralbank entscheidend. Jede Änderung im Ausblick für Inflation, Wachstum oder zukünftige Zinsschritte könnte starke Bewegungen beim US-Dollar und damit auch bei Gold und Silber auslösen.
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