Alamos Gold 2025: Rekordumsatz, aber Produktionsziele verfehlt

Alamos Gold

Alamos Gold Inc. (ISIN CA0115321089) steht nach Veröffentlichung der Produktionszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 im Fokus der Anleger. Zwar profitierte das Unternehmen von einem außergewöhnlich hohen Goldpreis und erzielte neue Umsatzrekorde. Operativ blieb Alamos Gold jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Vor allem die Produktionsleistung in Kanada sorgte für Enttäuschung. Ein Handicap ist natürlich dewr Vergleich mit dem Vorjahr, da dies ein Rekordjahr war.

Alamos Gold stärkt seine Position: Rekordjahr und Zukunftsperspektiven

Gesamtproduktion 2025 unter den Erwartungen

Im Gesamtjahr 2025 produzierte Alamos Gold 545.400 Unzen Gold. Damit verfehlte das Unternehmen die revidierte Jahresprognose von 560.000 bis 580.000 Unzen. Gleichzeitig lag die Förderung unter dem Vorjahreswert von 567.000 Unzen.

Im vierten Quartal belief sich die Produktion auf 141.500 Unzen. Gegenüber dem dritten Quartal ergab sich kaum eine Verbesserung. Der Rückstand aus den Vormonaten konnte nicht mehr aufgeholt werden. Für Investoren ist entscheidend, dass die Produktionsschwäche kein isoliertes Ereignis war.

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Island Gold District: Wachstum bleibt hinter den Erwartungen zurück

Der Island Gold District gilt als strategisches Kernasset von Alamos Gold. Umso schwerer wiegt, dass die Jahresproduktion mit 250.400 Unzen selbst die untere Grenze der angepassten Prognose verfehlte. Im vierten Quartal sank die Produktion auf 60.000 Unzen. Ursache waren niedrigere Untertagefördermengen, geringere Durchsatzraten in der Aufbereitung sowie wetterbedingte Stillstände im Dezember. Die Erzgehalte lagen zwar im Rahmen der Planung, doch operative Einschränkungen begrenzten die Goldausbeute.

Für die Bewertung der Alamos-Gold-Aktie ist dieser Punkt zentral. Der Markt misst dem Island-Gold-Projekt eine Schlüsselrolle für das langfristige Produktionswachstum bei.

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Young-Davidson: Operative Probleme belasten die Jahresbilanz – Mulatos District: Stabiler Gegenpol im Portfolio

Auch die Mine Young-Davidson blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Jahresproduktion erreichte 153.400 Unzen und lag damit spürbar unter der Prognose von 160.000 bis 165.000 Unzen. Zwar stieg die Förderung im vierten Quartal auf 41.500 Unzen, doch wetterbedingte Unterbrechungen, technische Einschränkungen im Untertagebetrieb und höhere Verwässerung belasteten das Gesamtjahr. Erst gegen Jahresende stabilisierten sich die Abläufe.

Der Mulatos District entwickelte sich 2025 zum stabilisierenden Faktor. Mit einer Jahresproduktion von 141.600 Unzen lag der Bereich innerhalb der revidierten Planung. Im vierten Quartal wurden 40.000 Unzen gefördert. Besonders die Mine La Yaqui Grande überzeugte durch hohe Stapelraten. Niedrigere Rückgewinnungsraten sind vor allem zeitlicher Natur und kein strukturelles Problem. Für Anleger bleibt Mulatos ein verlässlicher Bestandteil des Portfolios.

Rekordumsatz dank Goldpreis – nicht dank Produktion

Trotz der schwächeren Förderleistung erzielte Alamos Gold finanzielle Bestwerte. Der hohe Goldpreis führte zu einem Rekordumsatz von rund 1,8 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr. Dabei stieg der Cashbestand auf 623 Millionen US-Dollar, während die Nettoverschuldung deutlich reduziert wurde. Die starke Finanzlage verschafft dem Unternehmen Handlungsspielraum. Sie ändert jedoch nichts an den operativen Schwächen des Jahres 2025.

Marktreaktion: Fokus auf Produktions-Miss

Anleger reagierten verhalten. Der Markt honorierte den Rekordumsatz nur begrenzt und richtete den Blick vor allem auf die verfehlte Produktions-Guidance. Die Kursentwicklung der Alamos-Gold-Aktie zeigt, dass Investoren eine zuverlässige operative Umsetzung höher gewichten als kurzfristige Preisgewinne beim Gold.

Ausblick: 2026 wird zum Bewährungsjahr

Im Februar will Alamos Gold eine neue Drei-Jahres-Guidance sowie die Expansion Study für den Island Gold District vorlegen. Diese Veröffentlichung dürfte entscheidend für die weitere Kursentwicklung sein. Gelingt es, die angekündigte Produktionssteigerung glaubhaft zu untermauern, könnte das Vertrauen der Anleger zurückkehren. Bleibt die operative Umsetzung jedoch erneut hinter den Erwartungen zurück, droht weiterer Bewertungsdruck.

Fazit

Alamos Gold hat 2025 finanziell überzeugt, operativ jedoch enttäuscht. Die Goldproduktion 2025 blieb unter den eigenen Zielen und erhöhte die Abhängigkeit vom Goldpreis. Für die Alamos-Gold-Aktie wird 2026 zum entscheidenden Jahr. Ohne eine klare operative Trendwende dürfte der Markt vorsichtig bleiben.

Wer ist Alamos Gold Inc.?

Alamos Gold Inc. ist ein in Kanada ansässiger Goldproduzent mit derzeit drei Minen – zwei in Kanada und eine in Mexiko. Alamos Gold wurde 2003 durch die Fusion von Alamos Minerals und National Gold gegründet.
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