Der Goldpreis zeigte sich am 05.03.2026 nach den starken Bewegungen der Vortage deutlich schwächer. Während geopolitische Spannungen im Nahen Osten weiterhin für Unsicherheit sorgen, nutzten viele Marktteilnehmer die jüngste Rally offenbar für Gewinnmitnahmen. Besonders beim Silberpreis kam es dabei zu einer spürbaren Korrektur.
Trotz der kurzfristigen Rückgänge bleibt das Umfeld für Edelmetalle grundsätzlich konstruktiv. Anleger beobachten weiterhin aufmerksam die Entwicklung der US-Zinsen, den US-Dollar sowie geopolitische Risiken. Diese Faktoren bestimmen maßgeblich die kurzfristige Richtung von Gold und Silber.
Goldpreis 05.03.2026: Rückgang nach hoher Volatilität
Der Goldpreis startete am 05.03.2026 mit 5.148,48 USD in den Handelstag. Im Tagesverlauf erreichte die Feinunze Gold ein Tief bei 5.055,76 USD, während das Tageshoch bei 5.193,84 USD lag. Daraus ergibt sich eine Handelsspanne von 138,08 USD bzw. 2,73 %.
Die letzte Preisfeststellung lag bei 5.084,93 USD. Im Vergleich zum Vortag (5.140,38 USD) bedeutet dies ein Minus von 55,45 USD oder 1,08 %.
Trotz dieses Rückgangs bewegt sich der Goldpreis weiterhin deutlich oberhalb wichtiger technischer Unterstützungen. Der EMA50 bei 4.985,42 USD fungiert aktuell als wichtige Orientierungsmarke für den mittelfristigen Aufwärtstrend.

EUR/USD beeinflusst Goldpreis in Europa
Der Euro verlor am Donnerstag leicht gegenüber dem US-Dollar. Der Wechselkurs fiel von 1,1634 USD auf 1,1609 USD, was einem Rückgang von 0,21 % entspricht.
Für Anleger im Euroraum wirkt ein schwächerer Euro in der Regel stabilisierend auf den Goldpreis in Euro. Dennoch konnte dieser Effekt den Rückgang des Goldpreises nicht vollständig ausgleichen.
Der Goldpreis in Euro fiel von 4.418,41 EUR auf 4.380,16 EUR. Damit ergibt sich ein Minus von 38,25 EUR oder 0,87 % gegenüber dem Vortag.
Silberpreis 05.03.2026: Deutlich höhere Volatilität
Der Silberpreis am 05.03.2026 zeigte erneut eine deutlich stärkere Schwankungsbreite als Gold. Die Feinunze Silber erreichte ein Tagestief bei 80,73 USD, während das Tageshoch bei 85,51 USD lag. Damit ergab sich eine Handelsspanne von 4,78 USD oder 5,92 %.
Der Schlusskurs lag bei 82,3265 USD. Im Vergleich zum Vortag (83,5265 USD) entspricht dies einem Rückgang von 1,44 % bzw. 1,20 USD.
Aus technischer Sicht bleibt die Situation beim Silberpreis besonders interessant. Der EMA50 bei 84,06 USD fungierte zuletzt noch als Unterstützung, könnte nun jedoch zu einem kurzfristigen Widerstand werden. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass der Markt aktuell eine Konsolidierungsphase durchläuft.
Auch beim Silberpreis in Euro zeigte sich der Rückgang deutlich. Der Preis fiel von 71,7952 EUR auf 70,9161 EUR. Damit ergibt sich ein Minus von 0,8791 EUR oder 1,22 %. Wie bereits beim Goldpreis konnte der schwächere Euro den Rückgang in US-Dollar nur teilweise abfedern.

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Gold-Silber-Ratio leicht rückläufig
Die Gold-Silber-Ratio legte am Donnerstag leicht zu. Sie stieg von 61,54 auf 61,77 Punkte. Dies entspricht einem Anstieg von 0,37 %.
Ein steigendes Verhältnis zeigt, dass Gold im Vergleich zu Silber besser performt. Genau dieses Muster war auch am Goldpreis-Handelstag 05.03.2026 zu beobachten.
Warum betrachten wir diese Ratio? Die Gold-Silber-Ratio soll dem Leser einen Anhaltspunkt geben, welches der beiden Edelmetalle aktuell eher überbewertet und welches eher unterbewertet ist. Welche Kriterien das Gold-Magazin an die Gold Silber Ratio anlegt, kann unter Wissenswertes – Gold Silber Ratio nachgelesen werden.
Goldpreis 2026 auf Rekordkurs – Beginn eines neuen Superzyklus?
Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.
Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick. -> KW 09 2026 Gold klettert, Silber legt weiter den Turbo ein – dazu Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, AngloGold Ashanti
Kupferpreis gibt ebenfalls nach
Auch der Kupfermarkt zeigte am Donnerstag eine leichte Schwäche. Der Preis für eine Tonne Kupfer bewegte sich zwischen 12.799,56 USD und 13.035,23 USD. Die Handelsspanne lag damit bei 235,67 USD oder 1,84 %. Der Schlusskurs lag bei 12.846,83 USD, was einem Minus von 189,43 USD oder 1,45 % gegenüber dem Vortag entspricht.
Da viele große Goldproduzenten zunehmend auch auf Kupferprojekte setzen, bleibt die Entwicklung dieses Industriemetalls für Investoren im Rohstoffsektor besonders relevant.
Marktumfeld: Ölpreis und Zinsen bleiben zentrale Treiber
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin ein wichtiger Faktor für die Rohstoffmärkte. Steigende Ölpreise und die Sorge vor möglichen Lieferunterbrechungen sorgen regelmäßig für erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten. Gleichzeitig richtet sich der Blick vieler Investoren auf die kommende US-Notenbankpolitik. Steigende Zinsen gelten traditionell als Gegenwind für Edelmetalle, da sie zinstragende Anlagen attraktiver machen. Diese Mischung aus geopolitischen Risiken und geldpolitischer Unsicherheit dürfte auch in den kommenden Handelstagen für erhöhte Schwankungen beim Goldpreis sorgen.
Ausblick auf den Goldpreis
Der Goldpreis am 05.03.2026 zeigt, wie nervös die Märkte derzeit auf neue Nachrichten reagieren. Kurzfristige Gewinnmitnahmen sind nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Wochen nicht ungewöhnlich. Solange wichtige Unterstützungen wie der EMA50 halten, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend jedoch intakt.
Für die kommenden Handelstage dürften insbesondere drei Faktoren entscheidend sein:
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Entwicklung des US-Dollars
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weitere geopolitische Nachrichten
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Erwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank
Gerade beim Silberpreis könnte die aktuell hohe Volatilität auch weiterhin für überdurchschnittliche Ausschläge sorgen.
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