Goldpreis 16.03.2026: Dollar lockert sich – Gold fällt weiter, Silber stabilisiert sich

Gold

Die Edelmetallmärkte starteten schwach in die neue Handelswoche. Während der Goldpreis seinen Abwärtstrend fortsetzte und bereits den vierten Tag in Folge nachgab, zeigte sich Silber deutlich robuster. Gleichzeitig sorgte eine leichte Gegenbewegung beim Euro für zusätzliche Effekte auf die Preisentwicklung im Euroraum.

Im Hintergrund bleibt die geopolitische Lage angespannt. Steigende Ölpreise und Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt halten die Märkte in Atem, während Anleger gleichzeitig auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank warten.

Goldpreis am 16.03.2026 weiter unter Druck – vierter Verlusttag in Folge

Der Goldpreis startete bei 5.017,79 USD in den Handel und bewegte sich im Tagesverlauf in einer Spanne zwischen 4.970,99 USD und 5.036,45 USD. Zum Handelsschluss wurde ein Preis von 5.003,94 USD festgestellt. Im Vergleich zum Vortag entspricht dies einem deutlichen Rückgang von -88,09 USD beziehungsweise -1,73 %.

Damit setzt Gold seine jüngste Schwächephase fort. Marktbeobachter führen dies vor allem auf Gewinnmitnahmen nach der vorherigen Rally sowie auf die weiterhin hohe Attraktivität des US-Dollars zurück. Auch befindet sich der Goldpreis damit knapp unterhalb der Marke des EMA (50). Dieser steht aktuell bei 5.018,03 USD. Dies könnte ein Indiz sein, dass der langanhaltende Aufwärtstrend gebrochen ist. Andererseits hatten wir auch zu Beginn des Novembers 2025 eine ganz kurze Phase, in der der Goldpreis mit dieser Marke kämpfte.

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Goldpreis in Euro: Währung verstärkt den Rückgang

Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf den Goldpreis in Euro. Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar zulegen und stieg von 1,1417 USD auf 1,1499 USD. Das entspricht einem Anstieg von 0,72 %.

Für Anleger im Euroraum verstärkte dieser Effekt die Verluste beim Goldpreis zusätzlich. Der in Euro berechnete Goldpreis fiel von 4.460,04 EUR auf 4.351,63 EUR. Das entspricht einem Rückgang von -108,41 EUR beziehungsweise -2,43 % und damit einer deutlich stärkeren Bewegung als in USD.

Damit zeigt sich erneut klar: Ein stärkerer Euro wirkt kurzfristig belastend auf den Goldpreis in EUR, selbst wenn die Bewegung in USD moderater ausfällt.

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Silber zeigt relative Stärke

Im Gegensatz zu Gold präsentierte sich der Silberpreis stabiler. Silber bewegte sich in einer vergleichsweise breiten Spanne zwischen 77,1460 USD und 81,5735 USD, was einer Volatilität von rund 5,74 % entspricht.

Zum Handelsschluss wurde ein Preis von 80,8485 USD erreicht. Damit ergibt sich ein leichtes Plus von 0,39 % gegenüber dem Vortag.

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Silberpreis in Euro

In Euro gerechnet zeigt sich beim Silberpreis der Währungseffekt sehr deutlich. Denn in Euro zeigte sich hingegen ein leichtes Minus. Der Silberpreis fiel von 70,5417 EUR auf 70,3092 EUR, was einem Rückgang von 0,33 % entspricht.

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Gold-Silber-Ratio leicht rückläufig

Die unterschiedliche Entwicklung von Gold und Silber spiegelt sich auch in der Gold-Silber-Ratio wider. Die Kennzahl fiel von 63,23 auf 61,89 Punkte. Das entspricht einem Rückgang von -1,34 Punkten beziehungsweise -2,12 %.

Damit zeigt sich: Silber entwickelte sich am Montag stärker als Gold. Dies kann auf eine steigende Risikobereitschaft der Marktteilnehmer hindeuteen.

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Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.

Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick.  -> KW 11 2026 Gold unter Dollar Druck, Silber korrigiert, FED Termin wirkt wie eine Drohung – Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Pan African, Rio Tinto, AngloGold, Mineros, Harmony Gold und Northern Star im Blick

Kupferpreis ebenfalls schwächer

Der Kupferpreis konnte sich zum Wochenstart stabilisieren und legte leicht zu.

Die Notierung bewegte sich zwischen 12.691,64 USD und 12.917,27 USD je Tonne. Zum Handelsschluss lag der Preis bei 12.902,36 USD. Im Vergleich zum Vortag entspricht dies einem Anstieg von +1,30 %.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die Nachfrageerwartungen für Industriemetalle trotz der aktuellen Unsicherheiten stabil bleiben.

Makro-Lage: Öl, Geopolitik und Geldpolitik im Fokus

Die Märkte befinden sich aktuell weiterhin in einem komplexen Spannungsfeld:

  • Geopolitische Risiken, insbesondere rund um den Iran, sorgen für Unsicherheit

  • Steigende Ölpreise erhöhen die Inflationssorgen

  • Gleichzeitig bleibt der US-Dollar eine gefragte Krisenwährung

Diese Gemengelage führt dazu, dass klassische Zusammenhänge teilweise aufgebrochen werden. Während Gold normalerweise von Unsicherheit profitiert, dominieren aktuell andere Faktoren wie Währungsbewegungen und Zinserwartungen.

Ausblick: Fed-Entscheidung im Fokus

Der Blick richtet sich nun auf die anstehende Sitzung der US-Notenbank (Fed) am 18. März.

Die Märkte erwarten derzeit keine unmittelbare Zinserhöhung. Entscheidend wird jedoch sein, wie die Notenbank die weitere Entwicklung der Inflation einschätzt.

👉 Sollte die Fed eine restriktive Haltung beibehalten, könnte der US-Dollar erneut an Stärke gewinnen – mit entsprechendem Druck auf die Edelmetalle.

👉 Eine vorsichtigere Tonlage hingegen könnte Gold und Silber kurzfristig stabilisiere.

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