Wir werfen einen Blick zurück auf die Goldpreisentwicklung (ISIN: XC0009655157) am Donnerstag (29.01.2026). Zudem betrachten wir den EUR/USD sowie dessen Auswirkungen auf Gold und Silber aus Sicht der Eurozone.
Was erwartet Euch im Tagesrückblick?
Dann schaun wir mal
Nach der spektakulären Rekordjagd der Vortage blieb die Volatilität am Edelmetallmarkt außergewöhnlich hoch. Der Goldpreis startete am Donnerstag bei 5.435,88 USD in den Handelstag und setzte seine Rally im frühen Handel zunächst fort. Im Tagesverlauf markierte die Feinunze Gold ein neues Allzeithoch bei 5.594,06 USD. Anschließend setzte jedoch ein scharfer Ausverkauf ein, der den Preis bis auf ein Tagestief bei 5.114,80 USD zurückführte. Damit ergab sich eine außergewöhnlich breite Handelsspanne von 479,26 USD beziehungsweise 9,37 %. Zum Handelsschluss konnte sich Gold zwar wieder stabilisieren, notierte mit 5.378,80 USD jedoch leicht unter dem Vortagesniveau von 5.415,92 USD. Das Tagesminus belief sich auf 37,12 USD oder 0,69 %.
Die extreme Schwankungsbreite unterstreicht, dass nach der Rekordserie zunehmend Gewinnmitnahmen dominierten. Im frühen asiatischen Handel am Freitagmorgen setzte sich die Korrektur fort. Gold fiel zeitweise um knapp vier Prozent auf rund 5.116 USD, nachdem es zuvor noch einmal bis in den Bereich von 5.450 USD gestiegen war. Der Markt bleibt damit klar nervös und stark von kurzfristigen Umschichtungen geprägt.
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Ein Blick auf EUR/USD und die Auswirkungen auf den Goldpreis in EUR
Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro am Donnerstag leicht fester. Der EUR/USD legte um 0,0013 USD zu und schloss bei 1,1969 USD. Das entspricht einem Plus von 0,11 % gegenüber dem Vortag.
Für Anleger im Euroraum wirkte sich diese Entwicklung leicht dämpfend auf den Goldpreis aus. Während Gold in Euro am Mittwoch noch bei 4.529,88 EUR notierte, errechnet sich für Donnerstag ein Schlusskurs von 4.493,94 EUR. Das entspricht einem Rückgang um 35,94 EUR beziehungsweise 0,79 %.
Von der Goldpreisentwicklung zur Silberpreisentwicklung
Beim Silber zeigte sich die Volatilität noch ausgeprägter. Die Feinunze Silber erreichte am Donnerstag im frühen Handel ein neues Rekordhoch bei 121,6235 USD. Im weiteren Tagesverlauf setzte jedoch ebenfalls ein deutlicher Abverkauf ein, der den Preis bis auf ein Tagestief bei 107,2705 USD drückte. Die daraus resultierende Handelsspanne belief sich auf 14,35 USD oder 13,38 %. Zum Handelsschluss notierte Silber mit 115,6905 USD unter dem Vortageswert von 116,8525 USD. Das Tagesminus betrug 1,1620 USD oder 0,99 %.
Am Freitagmorgen beschleunigte sich die Abwärtsbewegung weiter. Silber fiel zeitweise bis auf 107,1845 USD. Damit bestätigt sich, dass Silber nach dem Rekordlauf deutlich stärker schwankt als Gold und kurzfristig besonders anfällig für Gewinnmitnahmen bleibt.

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Auch in Euro gerechnet zeigte sich eine Korrektur. Der errechnete Silberpreis lag am Vortag bei 97,7354 EUR. Für Donnerstag ergibt sich ein Schlusskurs von 96,6585 EUR. Das entspricht einem Rückgang um 1,0770 EUR beziehungsweise 1,10 %.
Gold-Silber-Ratio
Die Gold-Silber-Ratio stieg leicht an. Sie erhöhte sich von 46,35 auf 46,49 Punkte. Der Zuwachs von 0,30 % signalisiert, dass Silber im Vergleich zu Gold etwas stärker unter Druck geriet.
Warum betrachten wir diese Ratio? Die Gold-Silber-Ratio soll dem Leser einen Anhaltspunkt geben, welches der beiden Edelmetalle aktuell eher überbewertet und welches eher unterbewertet ist. Welche Kriterien das Gold-Magazin an die Gold Silber Ratio anlegt, kann unter Wissenswertes – Gold Silber Ratio nachgelesen werden.
Goldboom 2026 rückt Barrick und Newmont ins Rampenlicht: Machtspiele um Nevada
Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.
Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick. -> KW 04 2026 Gold auf Rekordjagd, Silber mit Meilenstein – außerdem haufenweise Kursgewinne bei Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Equinox Gold, Alamos Gold, Centerra Gold, Northern Star
Und wie siehts beim Kupfer aus?
Auch beim Kupferpreis kam es am Donnerstag zu auffälligen Bewegungen. Die Daten zur Eröffnung und zum Tagestief bei rund 8.448 USD je Tonne stellen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen technischen Ausreißer dar, etwa durch fehlerhafte Preisstellungen oder illiquide Frühindikationen. Nach dieser fehlerhaften Anzeige verlief der Handel geordnet. Kupfer bewegte sich im weiteren Tagesverlauf in einer realistischen Spanne und schloss mit 13.726,87 USD deutlich über dem Vortagesniveau von 13.124,44 USD. Das entspricht einem Tagesplus von 602,43 USD oder 4,59 %. Beachtenswert das Tageshoch bei 14.340,23 USD. Nie zuvor hat Kuper die MArke von 14.000 USD je Tonne überschritten.
Die Entwicklung unterstreicht, dass Kupfer weiterhin von strukturellen Nachfrageerwartungen profitiert, auch wenn kurzfristige Preisdaten mit Vorsicht zu interpretieren sind.
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