Goldpreisentwicklung 05.02.2026 – Gold, Silber und Kryptowährungen unter Druck

Goldpreisentwicklung
Goldpreisentwicklung

Wir werfen einen Blick zurück auf die Goldpreisentwicklung am Donnerstag (05.02.2026). Der Handelstag stand ganz im Zeichen erhöhter Nervosität an den Finanzmärkten. Nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) dominierten Unsicherheit, Gewinnmitnahmen und Risikoaversion das Geschehen – mit spürbaren Auswirkungen auf Gold, Silber und Kryptowährungen.

Was erwartet Euch im Tagesrückblick?

Goldpreis: Korrektur nach EZB-Entscheid – Risikoaversion nimmt zu

Der Goldpreis (ISIN: XC0009655157) startete am Donnerstag bei 4.985,97 USD in den Handelstag. Bereits im frühen Handel zeigte sich, dass die Marktteilnehmer nach den starken Bewegungen der Vortage vorsichtiger agierten. Im Tagesverlauf fiel der Goldpreis bis auf ein Tagestief bei 4.761,47 USD, während das Tageshoch bei 5.022,94 USD lag.

Damit erreichte Gold eine Handelsspanne von 261,47 USD bzw. 5,49 %. Zum Handelsschluss setzte sich die Abwärtsbewegung durch. Die letzte Preisfeststellung lag bei 4.775,77 USD und damit deutlich unter dem Vortagesniveau (4.965,06 USD). Das Tagesminus belief sich auf -189,29 USD bzw. -3,81 %.

Die Schwäche ist vor allem im Kontext der allgemeinen Marktverunsicherung zu sehen. Nach dem EZB-Zinsentscheid und angesichts der angespannten Stimmung an den Aktien- und Kryptomärkten reduzierten viele Anleger ihre Engagements auch bei Edelmetallen. Gold wurde kurzfristig weniger als sicherer Hafen, sondern verstärkt als Liquiditätsquelle genutzt.

Chart: Goldpreisentwicklung 1 Jahr | Powered by GOYAX.de

Euro leicht schwächer – Goldpreis in EUR natürlich ebenfalls rückläufig

Der Euro verlor im Tagesverlauf leicht an Wert. Der EUR/USD-Kurs gab um -0,0026 USD nach und notierte zum Handelsschluss bei 1,1782 USD, nach 1,1808 USD am Vortag. Das entspricht einem Rückgang von 0,22 %.

Für Anleger im Euroraum konnte der schwächere Euro die Verluste bei Gold nicht kompensieren. Der in Euro gerechnete Goldpreis fiel von 4.204,83 EUR auf 4.053,45 EUR. Damit ergibt sich ein Rückgang um -151,38 EUR bzw. -3,60 %.

Silber: Massive Ausschläge – Nervosität dominiert den Markt

Der Silbermarkt zeigte sich am Donnerstag besonders anfällig. Die Feinunze Silber markierte ein Tagestief bei 70,7645 USD, nachdem zuvor noch ein Tageshoch bei 90,3550 USD erreicht worden war. Damit ergab sich eine außergewöhnlich hohe Handelsspanne von 19,59 USD bzw. 27,68 %.

Zum Handelsschluss notierte Silber bei 70,9065 USD, deutlich unter dem Vortagesniveau von 87,9985 USD. Das Tagesminus belief sich auf -17,0920 USD bzw. -19,42 %. Silber reagierte damit deutlich sensibler auf die zunehmende Risikoaversion als Gold – ein typisches Muster in Phasen erhöhter Marktunsicherheit.

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In Euro gerechnet fiel der Silberpreis von 74,5245 EUR auf 60,1821 EUR. Das entspricht einem Rückgang um -14,3424 EUR bzw. -19,25 %.

Gold-Silber-Ratio

Die Gold-Silber-Ratio stieg am Donnerstag sprunghaft an. Sie erhöhte sich von 56,42 auf 67,35 Punkte. Der Anstieg um 10,93 Punkte entspricht einem Plus von 19,37 % und unterstreicht die massive relative Schwäche von Silber gegenüber Gold. Anleger zogen sich aus dem volatileren Edelmetall zurück und reduzierten Risikoexponierungen.

Phasen hoher Volatilität und stark schwankender Gold-Silber-Relationen eignen sich weniger für Timing-Versuche, aber umso mehr für einen strukturierten Vermögensaufbau. Wer bislang kein physisches Gold oder Silber besitzt, kann Kursschwankungen beispielsweise über einen regelmäßigen Sparplan nutzen. 👉 Jetzt Goldsparplan starten – beim mehrfach ausgezeichneten Testsieger des Handelsblatts („Deutschlands bester Goldsparplananbieter 2021–2025“)

Warum betrachten wir diese Ratio? Die Gold-Silber-Ratio soll dem Leser einen Anhaltspunkt geben, welches der beiden Edelmetalle aktuell eher überbewertet und welches eher unterbewertet ist. Welche Kriterien das Gold-Magazin an die Gold Silber Ratio anlegt, kann unter Wissenswertes – Gold Silber Ratio nachgelesen werden.

Bitcoin und Kryptomarkt verstärken Unsicherheit

Zusätzlichen Druck auf die Stimmung lieferte der Kryptomarkt. Der Bitcoin setzte seine Abwärtsbewegung fort und fiel unter die Marke von 70.000 USD. Seit dem Rekordhoch im Oktober hat die Kryptowährung damit rund 45 % an Wert verloren. Diese Entwicklung verstärkte die allgemeine Risikoaversion und sorgte auch bei Edelmetallen für Zurückhaltung, da Anleger Liquidität aufbauten und Engagements abbauten.

Die gleichzeitige Schwäche bei Silber und Bitcoin verdeutlicht, dass der Markt aktuell besonders sensibel auf Unsicherheit, Liquiditätsfragen und geldpolitische Signale reagiert.

Gold vom Schock zur Konsolidierung: Warum der Goldpreis nach dem Absturz wieder Rückenwind findet

Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.

Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick.  -> KW 05 2026 Trump schickt Gold und Silber ins Blutbad – FED-Personalie kippt die Zinsfantasie – dazu Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Zijin Gold, Agnico Eagle, Alamos Gold

Und wie siehts beim Kupfer aus?

Auch beim Kupfer kam es zu einer moderaten Korrektur. Der Preis für eine Tonne Kupfer bewegte sich am Donnerstag zwischen 12.816,69 USD und 13.060,49 USD, nachdem der Handel nahe dem Tageshoch eröffnet wurde. Die Handelsspanne lag bei 243,80 USD bzw. 1,90 %.

Zum Handelsschluss notierte Kupfer bei 12.865,89 USD, nach 13.028,07 USD am Vortag. Das Tagesminus belief sich auf -162,18 USD bzw. -1,24 %.

Einordnung: Konsolidierung nach turbulenter Woche

Der Handelstag zeigt, dass sich die Märkte nach den extremen Ausschlägen der vergangenen Tage weiterhin in einer Phase der Neuorientierung befinden. Der EZB-Zinsentscheid brachte zwar keine Überraschung, reichte aber aus, um bestehende Unsicherheiten zu verstärken. Gewinnmitnahmen, Liquiditätsbedarf und die Schwäche an den Aktien- und Kryptomärkten sorgten für zusätzlichen Druck auf Edelmetalle.

Fazit: Die deutlichen Verluste am Donnerstag sind weniger als Trendbruch, sondern vielmehr als scharfe Konsolidierung innerhalb eines hochvolatilen Marktumfelds zu werten. Entscheidend für die kommenden Tage wird sein, ob Gold die jüngst verteidigten Unterstützungszonen erneut behaupten kann.

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