Goldaktien, Gold und EURUSD – Unser Wochenrückblick auf die KW 06 2026. Zudem werfen wir wie gewohnt auch einen Blick auf die Silberpreisentwicklung. Und natürlich gehört auch die Goldpreisentwicklung in EUR dazu. Außerdem betrachten wir für unsere Inhaber von Goldaktien den NYSE Arca Gold BUGS Index. Denn der NYSE Arca Gold BUGS Index ist ein in US-Dollar gehandelter Aktienindex von internationalen Goldproduzenten und hauptsächlich Gold fördernden Bergbauunternehmen. BUGS ist die Abkürzung für Basket of Unhedged Gold Stocks.#
Nach den extremen Verwerfungen der Vorwoche stand die KW 06 ganz im Zeichen der Stabilisierung – allerdings ohne echte Entwarnung. Das Blutbad aus KW 05 wirkt nach, die Nervosität bleibt hoch. Während sich Gold schrittweise als Wertsicherungsanker zurückmeldet, gerät Silber erneut unter Druck. Die Marktteilnehmer reagieren sensibel auf geldpolitische Signale, Konjunkturerwartungen und die weiterhin hohe Volatilität.
Unsere Headlines im Wochenrückblick
Gold: Rückkehr zur Wertsicherung
Gold zeigte sich in der KW 06 2026 schwankungsanfällig, konnte sich nach dem massiven Abverkauf der Vorwoche jedoch stabilisieren. Nach einem Wochentief bei 4.411,18 US-Dollar zu Wochenbeginn setzte eine Erholung ein. Im weiteren Verlauf markierte Gold ein Wochenhoch bei 5.091,24 US-Dollar, bevor der Preis zum Wochenschluss bei 4.960,72 US-Dollar aus dem Handel ging.
Die Handelsspanne verdeutlicht, wie angespannt das Marktumfeld weiterhin ist. Politische und geldpolitische Unsicherheiten sorgen für schnelle Richtungswechsel, gleichzeitig kehrt Gold zunehmend in seine klassische Rolle als Absicherung gegen systemische Risiken zurück. Die Entscheidung der EZB, den Leitzins am Donnerstag unverändert bei 2 % zu belassen, wirkte dabei stabilisierend und nahm zumindest kurzfristig weiteren Druck vom Markt. Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Trotz der extremen Ausschläge notiert Gold weiterhin über zentralen langfristigen Durchschnittslinien. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass das Vertrauen in Gold als Wertspeicher schneller zurückkehrt als gedacht, ein Signal, das auch institutionelle Investoren zunehmend berücksichtigen. Wie dem regelmäßigen Leser bekannt ist blicken wir gerne auf den EMA 50 (aktull bei 4.707.06 USD). Dieser hat zum Tagesende beim Goldpreis jeweils als Unterstützung gehalten. Ein starkes Zeichen für einen intakten Aufwärtstrend.

Silber: Hohe Volatilität und wirtschaftliche Sensibilität
Deutlich schwieriger präsentierte sich der Silbermarkt. Silber startete volatil in die Woche und zeigte erneut extreme Ausschläge. Nach einem Wochenhoch bei 92,1755 US-Dollar fiel der Preis zeitweise bis auf 64,1850 US-Dollar zurück. Zum Wochenschluss lag Silber bei 77,7240 US-Dollar.
Die Kursbewegungen unterstreichen die besondere Rolle von Silber: Anders als Gold ist Silber stärker von konjunkturellen Erwartungen und industrieller Nachfrage abhängig. In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit und wachsender Rezessionssorgen reagieren Anleger entsprechend nervös. Spekulative Positionierungen verstärken die Schwankungen zusätzlich, wodurch Silber anfälliger für abrupte Korrekturen bleibt.
Zwar bleibt das langfristige Bild auch bei Silber konstruktiv, kurzfristig dominiert jedoch klar die Volatilität. Marktteilnehmer agieren selektiv, Absicherungsstrategien gewinnen an Bedeutung, während spekulative Engagements zurückgefahren werden. Das Chartbild zeigt deutlich, dass der Silberpreis in den Bereich zwischen den EMA 50 (83,39 USD) und dem EMA 200 (61,74 USD) zurückgefallen ist. Hierdurch ist der eindeutige charttechnische Aufwärstrend erst einmal durchbrochen. Es ist nicht auszuschließen, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in eine Seitwärtsbewegung innerhalb dieses Korridors fallen, bis das Durchbrechen eine der beiden gleitenden Durchschnitte ein neues Signal setzt.

Gold-Silber-Ratio: Klarer Stimmungsumschwung
Besonders deutlich zeigt sich der Stimmungswechsel in der Gold-Silber-Ratio. Diese stieg in der KW 06 auf 63,82, nachdem sie in der Vorwoche noch bei 57,43 und davor sogar bei 48,38 gelegen hatte. Wir verzeichnen also erneut ein deutliches Plus, diesemal um 6,39 (11,13%).
Die Entwicklung signalisiert einen klaren Shift zugunsten von Gold. Anleger bevorzugen aktuell die Sicherheitsfunktion von Gold gegenüber der stärker konjunkturabhängigen Nachfrage nach Silber. Historisch betrachtet ist eine steigende Gold-Silber-Ratio häufig ein Hinweis auf zunehmende Unsicherheit und eine defensivere Marktpositionierung – ein Muster, das sich derzeit erneut bestätigt.
Für Anleger:
Wer jetzt direkt Gold oder Silber kaufen oder schrittweise Vermögen aufbauen möchte, findet hier einen etablierten Anbieter für Sparpläne, Einmalkäufe und flexibles Tauschen zwischen Edelmetallen -> GOLDSPARPLAN starten (beim Erstplatzierten von „2021 bis 2025 – Deutschlands BESTE Goldsparplananbieter“ vom HANDELSBLATT)
EUR/USD und Gold in Euro
Am Devisenmarkt bewegte sich der EUR/USD im Wochenverlauf volatil, ohne einen klaren Trend auszubilden. Die Schwankungen spiegeln die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs in Europa und den USA wider. Für die Edelmetallmärkte bleibt der Wechselkurs ein wichtiger Einflussfaktor: Ein stabilerer Euro mindert den Preisdruck auf Gold und Silber in Europa, während ein stärkerer US-Dollar kurzfristig belastend wirkt. Ein kleiner Trend vielleicht am Freitag, dass nach der Zinsverkündung der EZB, also eben keine Zinsänderung vorzunehmen, der Euro wieder über 1,18 USD stieg. Aber hier heißt es den Montag abwarten, ob der Euro weiter klettert. Dennoch auf Wochensicht erst einmal ein Rückgang um 0,304% (- 0,0036 USD), da wir ja letztes Wochenende bei 1,1851 USD standen. Damit zahlt man aktuell 0,846 EUR für einen USD.
| Datum | 02.02.2026 | 03.02.2026 | 04.02.2026 | 05.02.2026 | 06.02.2026 |
| EUR/USD | 1,1792 | 1,1818 | 1,1808 | 1,1782 | 1,1815 |
Der leicht schwächere Euro zur Vorwoche verstärkt damit den Preisanstieg in der KW 06 2026 vom Gold im Euroraum. Am letzten Wochenende lagen wir bei 4.101,62 EUR. Dieses Wochenende liegt die Feinunze Gold bei 4.198,66 EUR und damit ein Preisanstieg um 97,04 EUR (2,37 %). Auf USD Basis waren es ja nur 2,05 %.
Unser kurzer Blick auf den NYSE Arca Gold Bugs Index
Der NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) zeigte sich in der KW 06 2026 stabil. Im Gegensatz zur Vorwoche, in welcher er deutlich durchgerüttelt wurde. Der Index startete von einem Vorwochenschluss bei 781,11 Punkten und erreichte am Mittwoch mit 832,20 Punkten sein Wochenhoch. Bereits am Donnerstag folgte dann bei 763,25 Punkten der Wochentiefpunkt. Am Freitag beendete der HUI die Woche dann bei 806,55 Punkte ab. Damit gewann der Index auf Wochensicht 25,44 Punkte, was einem Wochenplus von + 3,26 % entspricht. Es ist Berichtssaison und der Blick ist aktuell eher auf die Unternehmensergebnisse als auf die kurzfristigen Goldpreisausschläge gerichtet.

Dann schauen wir mal auf die drei Index Schwergewichte unter den Goldaktien. Wie sehr wurden Barrick, Newmont und Franco Nevada durchgerüttelt?
- Barrick Mining an der NYSE – Von 45,79 USD auf 45,16 USD (- 0,63 USD /- 1,40 %)
- Newmont Corp. an der NYSE – Von 112,35 USD auf 115,32 USD (+ 2,97 USD/ + 2,64 %)
- Franco Nevada Corp. an der TSX – Von 318,74 CAD auf 317,34 CAD (- 1,40 CAD/ – 0,44 %)
Welche Goldaktien und Gold News standen bei uns in der KW 06 2026 im Blickpunkt?
Historischer Edelmetall-Crash: Gold und Silber brechen nach Trumps Fed-Personalie ein. Chinesische Spekulationen verstärken die extreme Volatilität. -> Gold- und Silber-Crash 2026: Chinas Spekulanten, Trump und die Fed schocken die Märkte
Rio Tinto vor historischen Entscheidung wegen Übernahme von Glencore. Der Kupferhunger der Energiewende treibt die Mega-Fusion. -> Rio Tinto und Glencore: Kupferhunger treibt Mega-Fusion
- Wochenentwicklung von Rio Tinto an der LSE – Von 6.738,00 GBp auf 6.843,00 GBp (+ 105,00 GBp /+ 1,56 %)
- Wochenentwicklung von Glencore plc an der LSE – Von 499,25 GBp auf 478,10 GBp (- 21,15 GBp /- 4,24 %)
Nach dem Absturz zeigt der Goldpreis wieder Stärke. Warum der Rücksetzer kein Trendbruch war und was die Konsolidierung für Anleger bedeutet. -> Gold vom Schock zur Konsolidierung: Warum der Goldpreis nach dem Absturz wieder Rückenwind findet
Nach jahrelanger Blockade steht das McPhillamys‑Goldprojekt von Regis Resources Ltd (ISIN:AU000000RRL8) vor einer Wiederbelebung. Warum der Goldpreis‑Boom die Chancen erhöht! -> Regis Resources belebt McPhillamys: Goldpreis‑Boom gibt Projekt zweite Chance
- Wochenentwicklung von Regis Resources an der ASX – Von 8,06 AUD auf 7,66 AUD (- 0,40 CAD /- 4,96 %)
Barrick Mining (ISIN: CA0679011084) überzeugt 2025 mit Rekorden. Rekordquartal, Rekord-Cashflow, stark steigender Dividende und klarer Strategie. -> Barrick Mining Rekordquartal krönt starkes Geschäftsjahr
Wochenlang galt sie als mögliche „Fusion des Jahrzehnts“ – nun ist sie vom Tisch. Die geplante 260-Mrd.-USD-Fusion von Rio Tinto und Glencore ist geplatzt. Machtfragen, Bewertung und Kupfer-Assets verhinderten den Deal. -> Rio Tinto & Glencore: Mega-Fusion geplatzt – warum der Kupfer-Traum vorerst endet
Wer jetzt statt Aktien lieber direkt Gold oder Silber physisch kaufen möchte, sollte hier schauen -> GOLDSPARPLAN starten (beim Erstplatzierten von „2021 bis 2025 – Deutschlands BESTE Goldsparplananbieter“ vom HANDELSBLATT)
Immer auf dem Laufenden – folgt uns doch direkt auf Twitter
KENNEN SIE EIGENTLICH SCHON UNSERE „SCHWESTERSEITE“ – www.nebenwerte-magazin.com – mit Berichten über Nebenwerte, Trendaktien und “alles was an der Börse spannend” ist. HIER DER AKTUELLE WOCHENBERICHT: Aktien KW 6. Claude setzt Softwarefirmen unter Druck. Und sonst? News. Nordex. STEYR Motors. Fuchs. Bastei Lübbe. Aurubis. Sartorius. Fahrschule 123. Exasol.

