Der kanadische Bergbaukonzern Kinross Gold (ISIN: CA4969024047) unternimmt einen strategischen Großangriff in Südamerika. Während die Goldpreise sich weiterhin nahe ihrer Rekordhochs bewegen, treibt das Unternehmen eines der größten geplanten Minenprojekte Chiles voran: das Lobo-Marte-Projekt in der rohstoffreichen Atacama-Region. Insgesamt plant der Konzern, rund 3 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung des dortigen Golddistrikts zu investieren.
Frühphase gestartet: Umweltprüfung läuft bereits
Ein wichtiger Meilenstein wurde bereits erreicht: Kinross hat die offizielle Umweltverträglichkeitsprüfung bei den chilenischen Behörden eingereicht. Die erste Genehmigungs- und Entwicklungsphase schlägt dabei bereits mit Investitionskosten von rund 1,5 Milliarden US-Dollar zu Buche. Dieses Kapital fließt direkt in die ersten Erschließungsarbeiten und den Aufbau der Infrastruktur vor Ort.
Das Projekt Lobo-Marte ist auf eine langfristige Zukunft ausgelegt. Der geplante Lebenszyklus der Mine erstreckt sich über insgesamt 22 Jahre – dieser Zeitraum umfasst den Bau, den aktiven Betrieb sowie die spätere geordnete Schließung.
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Beeindruckende Zahlen: Millionen Unzen Gold im Visier
Für Anleger und Marktbeobachter sind vor allem die Dimensionen des Projekts spannend. Die wichtigsten Kennzahlen von Lobo-Marte im Überblick:
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Verarbeitungskapazität: Rund 35.000 Tonnen Erz pro Tag.
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Gesamtvorkommen: Schätzungsweise 6,7 Millionen Unzen enthaltenes Gold im Boden.
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Gewinnbares Gold: Rund 4,7 Millionen Unzen reines Gold, die über die Laufzeit gefördert werden sollen.
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Erzgrad: Durchschnittlich 1,29 Gramm Gold pro Tonne Erz.
Die technische Herausforderung in extremer Höhe
Die geographische Lage erfordert planerische Höchstleistungen. Das Areal erstreckt sich über eine Fläche von 2.312 Hektar und liegt auf einer extremen Höhe von rund 4.200 Metern. Kinross plant, das Gold über aufeinanderfolgende Tagebaue in den Abschnitten „Marte“ und „Lobo“ zu gewinnen.
Das abgebaute Erz wird per Lkw zu einem Primärbrecher und anschließend zu einer Haufenlaugungsanlage (Heap Leach) transportiert. Auch die Ressourcenfrage wurde strategisch gelöst: Das benötigte Wasser wird aus bestehenden Brunnen der Tochtergesellschaft Mantos de Oro bezogen, was den Bau neuer Brunnenfelder vermeidet. Die Stromversorgung wird über eine neu errichtete 220-Kilovolt-Leitung sichergestellt.
Der Masterplan: Ein neuer Golddistrikt bis nach 2040
Der straffe Zeitplan von Kinross sieht vor, dass die Hauptbauphase zwischen 2027 und 2030 stattfinden soll. Die eigentliche Goldproduktion wird folglich für den Beginn des nächsten Jahrzehnts angestrebt. Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich voll auf das Engineering, technische Studien sowie die Umweltanalysen.
Hinter dem Investment steckt eine weitsichtige Strategie: Kinross will Lobo-Marte mit der bereits bestehenden, nahegelegenen Mine „La Coipa“ verknüpfen. Durch zusätzliche Abbauphasen soll der gesamte Komplex gestärkt und Lobo-Marte langfristig in eine umfassende chilenische Golddistrikt-Strategie integriert werden, die bis weit über das Jahr 2040 hinausreicht. Aktuell steuert Chile rund 11 % zur weltweiten Goldproduktion von Kinross bei – ein Wert, der sich in Zukunft massiv erhöhen dürfte.
Auch die Politik signalisiert Rückendeckung: Chiles Regierungsvertreter betonten die enorme Bedeutung dieses Projekts für die Wirtschaft des Landes und kündigten zudem Initiativen an, um das chilenische Minen-Patent-System zu vereinfachen und Genehmigungsverfahren für Investoren zu beschleunigen.
Blick auf die Aktie: Starker Cashflow stützt den Kurs
Für Investoren kommt die Milliarden-Wette in Chile zu einem spannenden Zeitpunkt. Die Kinross-Aktie hat nach einer starken Rallye zu Beginn des Jahres (mit einem Mehrjahreshoch im Januar bei rund 32 EUR) in den vergangenen Wochen eine gesunde Konsolidierung durchlaufen. Zuletzt stabilisierte sich der Kurs im Bereich von 24,00 bis 24,50 EUR.
Untermauert wird die relative Stärke der Aktie durch die jüngsten Finanzergebnisse des ersten Quartals. Obwohl der Umsatz (2,41 Milliarden USD) und der Gewinn je Aktie (0,71 USD) die Analystenschätzungen hauchdünn verfehlten, glänzte das Unternehmen mit einem historischen Rekord: Einem Free Cashflow von 837,5 Millionen Dollar. Analystenhäuser wie Freedom Broker reagierten prompt und hoben ihre Kursziele jüngst deutlich an (mit Kurszielen von bis zu 38 USD).
Die Kombination aus sprudelnden Cashflows im Hier und Jetzt und den massiven Wachstumsprojekten wie Lobo-Marte für die kommenden Jahrzehnte macht Kinross zu einem der spannendsten Titel im aktuellen Edelmetall-Umfeld.
Wer ist Kinross Gold?
Die Kinross Gold Corporation ist eines der weltweit führenden Goldbergbauunternehmen. Die Gesellschaft ist im Goldbergbau und den damit verbundenen Aktivitäten tätig. Zudem betreibt es die Exploration und den Erwerb von Grundstücken mit Goldvorkommen und rekultiviert Goldbergbaugebiete. Dabei ist das Unternehmen in den Vereinigten Staaten, Brasilien, Mauretanien, Chile, Ghana und Kanada tätig.


