Der Edelmetallmarkt zeigte sich zum Wochenstart in Bewegung. Während der Goldpreis zum Wochenauftakt leicht nachgab, sorgte vor allem Silber für Aufmerksamkeit. Das Industriemetall legte deutlich zu und sorgte für eine spürbare Verschiebung innerhalb des Edelmetallsektors. Gleichzeitig bleibt der Blick der Anleger auf makroökonomische Faktoren gerichtet, darunter Inflationserwartungen, Konjunkturdaten und die Entwicklung des US-Dollars.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Der Montag brachte zwar leichte Verluste bei Gold, gleichzeitig aber eine kräftige Aufwärtsbewegung bei Silber.
Goldpreis 09.03.2026: Leichter Rückgang nach starkem Freitag
Der Goldpreis (ISIN: XC0009655157) startete am Montag mit 5.065,89 USD in den Handel. Im Verlauf des Tages wurde ein Tief bei 5.059,61 USD erreicht, während das Tageshoch bei 5.148,04 USD lag. Damit ergab sich eine Handelsspanne von 88,43 USD beziehungsweise 1,75 %. Zum Handelsschluss notierte Gold bei 5.143,64 USD. Im Vergleich zum Freitagsschluss von 5.170,48 USD entspricht dies einem Rückgang von 26,84 USD oder 0,52 %.
Trotz dieser moderaten Korrektur bleibt der Goldpreis insgesamt stabil. Viele Marktteilnehmer beobachten derzeit insbesondere die Entwicklung der Inflation sowie die Konjunkturdaten aus den USA, da diese maßgeblichen Einfluss auf die Zinspolitik und damit auch auf die Attraktivität von Gold haben.

Goldpreis in Euro: Stärkerer Euro verstärkt die Korrektur
Auch der Wechselkurs spielte am Montag eine Rolle. Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar leicht zulegen. Der EUR/USD-Kurs stieg von 1,1617 USD auf 1,1629 USD, was einem Plus von 0,10 % entspricht.
Für Anleger im Euroraum hatte dies zusätzliche Auswirkungen auf den Goldpreis. Der in Euro umgerechnete Goldpreis lag am Freitag noch bei 4.450,79 EUR je Feinunze. Am Montag fiel dieser Wert auf 4.423,11 EUR. Damit ergibt sich ein Rückgang von 27,67 EUR beziehungsweise 0,62 %. Der stärkere Euro verstärkte damit die ohnehin leichte Korrektur beim Goldpreis in US-Dollar.
Silberpreis 09.03.2026: Deutlicher Kurssprung zum Wochenstart nach EMA (50) Durchbruch
Während Gold leicht nachgab, zeigte sich Silber deutlich stärker. Die Feinunze Silber startete bei 80,8875 USD in den Handelstag. Im Tagesverlauf erreichte der Silberpreis ein Tief bei 80,7285 USD, bevor er kräftig anzog und schließlich ein Tageshoch von 87,3855 USD erreichte. Damit lag die Handelsspanne bei 6,66 USD oder 8,25 % – ein außergewöhnlich dynamischer Handelstag.
Der Schlusskurs lag ebenfalls bei 87,3855 USD. Gegenüber dem Freitagsschluss von 84,3590 USD entspricht dies einem Anstieg von 3,0265 USD oder 3,59 %.
Silber agiert häufig als volatilere Variante von Gold und reagiert besonders sensibel auf Marktstimmung und Konjunkturerwartungen. Die kräftige Bewegung zum Wochenstart unterstreicht diese Rolle erneut. Ein weiterer Antrieb dürfte vom charttechnischem Signal ausgegangen sein. Der EMA (50) lag gestern bei 84,15 USD, aktuell bei 84,35 USD. Der deutliche Sprung über diese Marke ruft Charttechniker zum Kauf auf.

Silberpreis in Euro
Auch in Euro gerechnet zeigte sich eine starke Aufwärtsbewegung. Der Silberpreis lag am Freitag bei 72,6169 EUR je Feinunze. Am Montag stieg der Wert auf 75,1445 EUR. Damit ergibt sich ein Anstieg um 2,5276 EUR oder 3,48 %. Der stärkere Euro konnte den deutlichen Preisanstieg beim Silber damit nur geringfügig dämpfen.
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Gold-Silber-Ratio leicht rückläufig
Die starke Performance von Silber spiegelte sich auch in der Entwicklung der Gold-Silber-Ratio wider. Diese Kennzahl beschreibt das Verhältnis zwischen dem Gold- und Silberpreis und zeigt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um eine Unze Gold zu kaufen. Am Montag fiel die Ratio von 61,29 auf 58,86 Punkte. Das entspricht einem Rückgang um 2,43 Punkte oder 3,96 %.
Eine fallende Ratio deutet darauf hin, dass Silber im Vergleich zu Gold stärker performt – genau dieses Bild zeigte sich zum Wochenstart deutlich.
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Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.
Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick. -> KW 10 2026 Gold im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsnachfrage und festerem Dollar – Blick auf Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Rio Tinto, SSR Mining, Pan American Silver
Kupferpreis leicht im Plus
Auch der Kupfermarkt blieb in Bewegung. Der Industriemetallpreis wird häufig als Konjunkturindikator betrachtet und spielt zudem für viele Goldproduzenten eine wichtige Rolle. Der Kupferpreis startete bei 12.753,92 USD je Tonne in den Handel. Im Tagesverlauf bewegte sich der Preis zwischen 12.747,62 USD und 12.943,08 USD. Damit lag die Handelsspanne bei 195,46 USD beziehungsweise 1,53 %.
Der Schlusskurs wurde schließlich bei 12.915,09 USD festgestellt. Gegenüber dem Freitagsschluss von 12.863,56 USD ergibt sich damit ein moderates Plus von 51,53 USD oder 0,40 %.
Edelmetalle starten fest in den Dienstag
Ein Blick auf den Dienstagmorgen zeigt bereits wieder steigende Preise.
Um 07:49 Uhr notierte der Goldpreis bei 5.176,49 USD je Feinunze. Silber setzte seine dynamische Bewegung fort und lag bei 88,9385 USD.
Damit setzt sich die Stärke des Silbermarktes zunächst fort, während Gold weiterhin in der Nähe seiner jüngsten Höchststände konsolidiert.
Für Anleger bleibt insbesondere die weitere Entwicklung der Inflation, der Geldpolitik sowie der globalen Konjunkturdaten entscheidend für die nächsten Bewegungen am Edelmetallmarkt.
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