Unser Wochenrückblick auf die KW 17 2026 in Bezug auf Goldaktien, Gold und EURUSD. Zudem werfen wir wie gewohnt auch einen Blick auf die Silberpreisentwicklung. Und natürlich gehört auch die Goldpreisentwicklung in EUR dazu. Außerdem betrachten wir für unsere Inhaber von Goldaktien den NYSE Arca Gold BUGS Index. Denn der NYSE Arca Gold BUGS Index ist ein in US-Dollar gehandelter Aktienindex von internationalen Goldproduzenten und hauptsächlich Gold fördernden Bergbauunternehmen. BUGS ist die Abkürzung für Basket of Unhedged Gold Stocks.
Zusätzlich gibt es natürlich auch einen Überblick von unseren Beiträgen der letzten Woche. Somit sollte doch für jeden Gold Interessierten etwas dabei sein.
Unsere Headlines im Wochenrückblick
Gold fällt trotz Krisenstimmung deutlich in KW 17 2026
Der Goldpreis hat in der abgelaufenen Woche deutlich an Boden verloren und damit viele Anleger überrascht. Eigentlich hätte das geopolitische Umfeld, vor allem die neuen Spannungen rund um den Iran und die wieder steigenden Ölpreise, dem Edelmetall Rückenwind geben müssen. Stattdessen setzte sich jedoch ein anderes Narrativ durch: Die Märkte fürchten weiterhin eine länger straffe Zinspolitik der US-Notenbank, während der US-Dollar stark bleibt. Genau diese Kombination belastete Gold spürbar.
Auf Wochensicht fiel der Goldpreis von 4.835,81 US-Dollar auf 4.707,86 US-Dollar je Feinunze. Das entspricht einem Minus von 127,95 US-Dollar beziehungsweise 2,65 Prozent. Damit rutschte Gold auch unter den EMA50 bei 4.767,01 US-Dollar, was kurzfristig charttechnisch als Warnsignal gewertet werden kann. Dennoch bleibt auf Monatssicht noch ein leicht positives Bild bestehen: Ende März notierte Gold bei 4.669,23 US-Dollar und liegt damit trotz der schwachen Woche weiterhin knapp darüber.
Steigende Ölpreise verschärfen die Lage
Besonders sensibel reagierten die Märkte zuletzt auf die geopolitischen Spannungen rund um Iran. Der Anstieg der Ölpreise weckte neue Sorgen vor zusätzlichem Inflationsdruck. Für die Finanzmärkte ist das problematisch, denn höhere Energiepreise könnten die Inflation erneut antreiben und Zinssenkungen der US-Notenbank weiter nach hinten verschieben.
Genau deshalb konnte Gold trotz geopolitischer Unsicherheit nicht profitieren. Der Markt interpretiert die Lage derzeit weniger als klassischen Krisentreiber für Edelmetalle, sondern vielmehr als Belastungsfaktor über steigende Inflationserwartungen, höhere Renditen und einen festen Dollar.
Ganz so negativ ist das Gesamtbild jedoch nicht. Unterhalb der oft nervösen Terminmärkte zeigt sich weiterhin eine stabile physische Nachfrage, besonders in Asien. In China wurden zuletzt wieder steigende Aufgelder beobachtet, was auf ein stärkeres Kaufinteresse hindeutet. Auch in Indien zogen lokale Prämien an, unter anderem wegen Lieferengpässen und Unsicherheiten bei Importfragen. Das zeigt: Auf niedrigeren Preisniveaus finden sich weiterhin Käufer. Das ist ein wichtiger Stabilisierungsfaktor für den Goldmarkt.
Charttechnik: Gold in einer kritischen Übergangsphase
Aus charttechnischer Sicht befindet sich Gold aktuell in einer spannenden Phase. Der Kurs pendelt rund um wichtige Durchschnittslinien und signalisiert damit eine Übergangsphase ohne klaren Trend. Besonders relevant bleibt der EMA50 bei 4.767 US-Dollar, der nun kurzfristig unterschritten wurde. Noch wichtiger ist jedoch die Unterstützung im Bereich um 4.670 US-Dollar, also etwa auf dem Niveau des Monatsschlusses von Ende März. Sollte diese Zone nachhaltig brechen, könnte sich die Korrektur deutlich ausweiten.
Auf der Oberseite bleibt die psychologisch wichtige Marke von 5.000 US-Dollar das zentrale Ziel der Bullen. Erst ein klarer Ausbruch darüber würde das technische Bild wieder deutlich aufhellen. Aktuell spricht aber vieles für eine Konsolidierungsphase, allerdings auf hohem Niveau. Die langfristige Struktur bleibt intakt, kurzfristig dominieren jedoch Vorsicht, Zinssorgen und ein starker Dollar das Geschehen.

Silber wirkt richtungssuchend
Auch Silber musste in der abgelaufenen Woche deutlich Federn lassen und entwickelte sich sogar schwächer als Gold. Auf Wochensicht fiel der Silberpreis von 81,0165 US-Dollar auf 75,793 US-Dollar je Feinunze. Das entspricht einem Rückgang von 5,2235 US-Dollar beziehungsweise 6,45 Prozent. Damit gab Silber deutlich stärker nach als Gold und rutschte zugleich ebenfalls unter den EMA50 bei 77,07 US-Dollar. Auf Monatssicht bleibt jedoch ebenfalls noch ein leicht positives Bild bestehen: Ende März notierte Silber bei 75,1435 US-Dollar und liegt damit trotz der schwachen Woche noch knapp darüber.
Warum Silber aktuell stärker unter Druck steht
Silber hat im Gegensatz zu Gold eine doppelte Rolle am Markt. Es gilt einerseits als Edelmetall und sicherer Hafen, ist andererseits aber auch ein stark nachgefragter Industriemetall-Rohstoff. Genau diese Mischung macht den Preis in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit oft deutlich anfälliger.
Während Gold vor allem auf Zinserwartungen und den US-Dollar reagiert, kommen bei Silber zusätzlich Konjunktursorgen hinzu. Sobald Anleger vorsichtiger auf das globale Wachstum blicken, wächst auch die Nervosität beim Silberpreis. Vor allem die Sorge vor einer längeren Phase hoher US-Zinsen belastet derzeit beide Edelmetalle.
Hinzu kommt der starke Dollar. Für Käufer außerhalb des Dollarraums verteuert sich Silber dadurch spürbar, was die Nachfrage zusätzlich dämpft. Gleichzeitig sorgen steigende Anleiherenditen dafür, dass zinslose Edelmetalle insgesamt an relativer Attraktivität verlieren.
Industrielle Nachfrage bleibt ein wichtiger Stabilisator
Trotz der jüngsten Schwäche bleibt die fundamentale Nachfrage im Hintergrund solide. Besonders der Solarsektor spielt für Silber weiterhin eine zentrale Rolle. Der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien sorgt strukturell für eine stabile industrielle Nachfrage, die größere Preisrückgänge bislang begrenzt.
Auch aus der Elektronikindustrie und der Elektromobilität bleibt Silber gefragt. Diese langfristigen Treiber sprechen dafür, dass stärkere Rücksetzer weiterhin auf Kaufinteresse treffen könnten, selbst wenn kurzfristig das makroökonomische Umfeld belastet.
Charttechnik: Silber in neutraler Übergangsphase
Auch charttechnisch zeigt sich bei Silber derzeit ein ähnliches Bild wie bei Gold. Der Kurs bewegt sich zwischen wichtigen Durchschnittslinien und steckt damit in einer neutralen Phase ohne klaren Trend.
Der EMA50 bei 77,07 US-Dollar wurde zuletzt unterschritten, was kurzfristig negativ zu bewerten ist. Positiv bleibt jedoch, dass der 50-Tage-Durchschnitt weiterhin über dem EMA200 verläuft und damit das übergeordnete positive Grundgerüst noch intakt ist.
Entscheidend wird nun, ob Silber den Bereich um 78 US-Dollar zeitnah zurückerobern kann. Erst dann würde sich das Chartbild wieder spürbar aufhellen. Solange das nicht gelingt, bleibt der Markt anfällig für weitere Rückschläge – insbesondere dann, wenn Renditen hoch bleiben und der US-Dollar weiter Stärke zeigt.
Die Unterstützung im Bereich um 75 US-Dollar gewinnt nun zusätzlich an Bedeutung. Dort verläuft nicht nur das Niveau des Monatsschlusses von Ende März, sondern auch eine psychologisch wichtige Zone. Sollte dieser Bereich nachhaltig brechen, könnte sich die Korrektur noch einmal deutlich ausweiten.
EUR/USD und Gold in Euro
Auch am Devisenmarkt zeigte sich in dieser Woche erneut, warum Goldanleger den EUR/USD-Kurs genau im Blick behalten müssen. Der Euro verlor leicht gegenüber dem US-Dollar, wodurch der Rückgang beim Goldpreis in Euro etwas abgefedert wurde.
Der EUR/USD fiel von 1,1764 auf 1,1719 und damit um 0,0045 US-Dollar beziehungsweise 0,38 Prozent. Das bedeutet: Für einen US-Dollar müssen aktuell rund 0,853 Euro bezahlt werden. Der US-Dollar legte damit leicht zu und bestätigte erneut seine Rolle als sicherer Hafen in geopolitisch unsicheren Zeiten.
| Datum | 20.04.2026 | 21.04.2026 | 22.04.2026 | 23.04.2026 | 24.04.2026 |
| EUR/USD | 1,1788 | 1,174 | 1,1709 | 1,1684 | 1,1719 |
Für europäische Anleger fiel der Rückgang beim Goldpreis dadurch etwas weniger stark aus als in US-Dollar. Während Gold in Dollar deutlich unter Druck geriet, konnte der stärkere Greenback einen Teil dieser Bewegung im Euroraum ausgleichen. Der Goldpreis in Euro sank von 4.110,69 Euro auf 4.017,29 Euro je Feinunze. Das entspricht einem Minus von 93,40 Euro beziehungsweise 2,27 Prozent. Zum Vergleich: In US-Dollar lag das Wochenminus bei 2,65 Prozent.
Genau hier zeigt sich der wichtige Währungseffekt: Steigt der Dollar gegenüber dem Euro, fällt der Goldpreisrückgang für europäische Anleger häufig geringer aus als in der US-Dollar-Notierung. Der stärkere Dollar wirkte in dieser Woche also wie ein kleiner Puffer gegen die Goldschwäche.
Ausblick: Fed, Konjunkturdaten und Nahost bleiben entscheidend
Für die kommenden Tage richtet sich der Fokus vor allem auf die US-Notenbank, neue Inflations- und Konjunkturdaten sowie weitere Entwicklungen im Nahen Osten. Genau diese Faktoren dürften darüber entscheiden, ob Gold seine Stabilisierung fortsetzen kann oder ob der Abgabedruck zunächst anhält.
Viele Marktteilnehmer rechnen inzwischen damit, dass mögliche Zinssenkungen der Fed später kommen könnten als ursprünglich erwartet. Steigende Energiepreise infolge der Spannungen im Nahen Osten könnten zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen und damit den Spielraum der Notenbank weiter einengen.
Sollte die Zinssenkungsfantasie erneut gedämpft werden, dürften Edelmetalle zunächst unter Druck bleiben. Beruhigt sich das Umfeld dagegen oder schwächt sich der Dollar wieder ab, könnten Gold und Silber schnell neue Aufwärtsimpulse erhalten.
Die kommende Woche dürfte damit richtungsentscheidend werden – sowohl für Gold und Silber als auch für den weiteren Verlauf des US-Dollars.
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Unser kurzer Blick auf den NYSE Arca Gold Bugs Index, auch Goldaktien mit deutlicher Korrektiur in KW 17 2026
Der NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) hat in der abgelaufenen Woche ebenfalls eine deutliche Korrektur gezeigt und damit einen Teil der vorangegangenen Stärke wieder abgegeben. Besonders auffällig bleibt dabei die hohe Volatilität innerhalb weniger Handelstage. Der Index fiel von 855,71 Punkten auf 802,04 Punkte. Das entspricht einem Rückgang von 53,67 Punkten beziehungsweise 6,27 Prozent. Damit hat der Minensektor die Schwäche im Goldpreis überproportional nachvollzogen, wie so oft typisch für dieses Segment.
Die Wochenbandbreite unterstreicht die erhöhte Schwankungsintensität deutlich. Das Wochenhoch markierte zugleich den Startpunkt: Am Montag eröffnete der Index bei 855,71 Punkten und erreichte damit direkt das Niveau des vorherigen Wochenschlusses. Das Wochentief wurde am Donnerstag bei 765,55 Punkten ausgebildet, bevor es zum Wochenausklang zu einer leichten Erholung kam.
Damit ergibt sich ein klares Bild: starke Intrawochenschwankungen innerhalb eines grundsätzlich weiterhin intakten, aber deutlich nervöser gewordenen Marktumfelds.
Goldminen bleiben damit ihrem typischen Charakter treu. Der Sektor reagiert weiterhin stark hebelartig auf Bewegungen des Goldpreises. Schon moderate Korrekturen beim Edelmetall führen regelmäßig zu deutlich ausgeprägteren Ausschlägen bei den Minenwerten – sowohl nach oben als auch nach unten.
Genau dieser Hebeleffekt zeigt sich auch in der aktuellen Woche wieder klar: Während Gold selbst „nur“ moderat unter Druck stand, fiel der Rückgang im HUI deutlich ausgeprägter aus. Das spricht für eine weiterhin hohe Sensitivität des Sektors gegenüber jeder Veränderung im Goldtrend.
Trotz der Korrektur bleibt das übergeordnete Bild im Goldminensektor jedoch zunächst noch konstruktiv. Entscheidend wird nun sein, ob der Bereich um die jüngsten Tiefs als Stabilisierung dienen kann oder ob die laufende Konsolidierung noch ausgeweitet wird.

Dann schauen wir mal auf die drei Index Schwergewichte unter den Goldaktien. Wie turbulent haben sich Barrick, Newmont und Franco Nevada entwickelt?
- Barrick Mining an der NYSE – Von 43,30 USD auf 41,09 USD (- 2,21 USD /- 5,1 %)
- Newmont Corp. an der NYSE – Von 116,50 USD auf 120,70 USD (+ 4,20 USD/+ 3,61 %)
- Franco Nevada Corp. an der TSX – Von 359,51 CAD auf 331,11 CAD (- 28,40 CAD/- 7,9 %)
Welche Goldaktien und Gold News standen bei uns in der KW 17 2026 im Blickpunkt?
Agnico Eagle Mines (ISIN: CA0084741085) plant einen milliardenschweren Dreifach-Deal. 500.000 oz Zielproduktion & massive Synergien im Central Lapland Belt. Wird hier Europas nächste große Goldregion geboren? -> Agnico Eagle vor 3 Milliarden Deal in Finnland, auch B2Gold involviert
- Wochenentwicklung von Agnico Eagle Mines in Toronto (AEM.TO) – Von 301,31 CAD auf 273,41 CAD (- 27,90 CAD /- 9,26 %)
- Wochenentwicklung von B2Gold Corp. in Toronto (BTO.TO) – Von 6,86 CAD auf 6,78 CAD (- 0,08 CAD /- 1,17 %)
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