Goldpreis am 23.04.2026 Talfahrt eingeläutet, Dollar, Zinsen, Öl – alles drückt den Preis

Goldpreisentwicklung
Goldpreisentwicklung

Wir werfen einen Blick zurück auf die Goldpreisentwicklung (ISIN: XC0009655157) am Donnerstag, den 23.04.2026. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Wochen kam es bei Gold und Silber zu deutlicheren Gewinnmitnahmen. Gleichzeitig sorgten steigende Ölpreise erneut für Inflationssorgen an den Märkten, während Anleger auf neue Signale der US-Notenbank blickten. Der stärkere US-Dollar setzte zusätzlich Druck auf die Edelmetalle frei.

Goldpreis am 23.04.2026 auch vom Dollar beeinflusst

Der Goldpreis startete mit einem Preis von 4.742,63 USD in den Handelstag und bewegte sich zunächst nahe seines jüngsten Rekordniveaus. Im Tagesverlauf setzte jedoch spürbarer Verkaufsdruck ein: Das Tagestief wurde bei 4.669,14 USD markiert, während das Tageshoch bei 4.752,41 USD lag. Damit ergab sich eine Handelsspanne von 83,27 USD beziehungsweise 1,78 %.

Die letzte Preisfeststellung am Donnerstag lag mit 4.692,89 USD spürbar unter dem Vortageswert von 4.738,35 USD. Das entspricht einem Rückgang um 45,46 USD oder 0,96 %. Damit notierte Gold erstmals seit mehreren Handelstagen wieder klar schwächer und näherte sich gleichzeitig dem wichtigen technischen Bereich rund um den EMA 50 bei aktuell 4.768,72 USD an. Der aktuelle Goldpreis liegt am Morgen bei 4.673,37 USD und damit weiterhin unter diesem kurzfristig wichtigen Trendindikator.

Fundamental belasteten vor allem Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally sowie ein festerer US-Dollar. Gleichzeitig sorgten steigende Ölpreise für neue Inflationssorgen, was die Erwartung einer weiterhin vorsichtigen Zinspolitik der US-Notenbank stützte. Genau diese Mischung aus starkem Dollar, steigenden Renditeerwartungen und kurzfristigen Positionsabbauten drückte auf die Edelmetallpreise.

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Gold in EUR

Auch beim EUR/USD zeigte sich eine leichte Bewegung. Der Euro verbilligte sich im Tagesverlauf leicht um 0,0025 USD. Im Vergleich zum Vortag bei 1,1709 USD notierte die Gemeinschaftswährung mit dem letzten Tageskurs bei 1,1684 USD rund 0,21 % niedriger.

Für Anleger in der Eurozone wirkt sich dieser Währungseffekt direkt auf den Goldpreis aus. Der in Euro umgerechnete Goldpreis lag am Vortag noch bei 4.046,76 EUR je Feinunze. Für Donnerstag errechnen wir einen Goldpreis von 4.016,51 EUR und damit einen Rückgang um 30,25 EUR beziehungsweise 0,75 %. Der etwas schwächere Euro konnte den Rückgang des Goldpreises in US-Dollar also nur teilweise abfedern.

Silberpreis am 23.04.2026 auch deutlich schwächer

Auch Silber zeigte sich am Donnerstag deutlich schwächer und fiel sogar stärker als Gold. Die Feinunze Silber startete den Handel bei erhöhter Volatilität und markierte im Tagesverlauf ein Tief bei 74,2705 USD. Das Tageshoch lag bei 78,2865 USD, womit sich eine bemerkenswerte Handelsspanne von 4,02 USD beziehungsweise 5,41 % ergab.

Der letzte Preis am Donnerstag lag bei 75,4320 USD und damit deutlich unter dem Vortageswert von 77,6935 USD. Das Minus belief sich somit auf 2,2615 USD oder 2,91 %. Silber reagierte damit deutlich sensibler auf die Dollar-Stärke und die zunehmende Risikoaversion am Markt.

Technisch bleibt auch hier Vorsicht angebracht: Der aktuelle Silberpreis liegt bei 74,59 USD und damit klar unter dem EMA 50 bei 77,08 USD. Das signalisiert kurzfristig eine angeschlagene Marktstruktur und erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Konsolidierung.

Beim Silberpreis in Euro zeigte sich derselbe Effekt wie bei Gold. Der auf Basis der Schlusskurse errechnete Silberpreis lag am Vortag bei 66,3537 EUR. Für Donnerstag ergibt sich ein Wert von 64,5601 EUR je Feinunze. Damit fiel Silber in Euro um 1,7936 EUR beziehungsweise 2,70 %.

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Ein Blick auf die Gold-Silber-Ratio

Ein besonders interessanter Indikator im Edelmetallsektor ist die Gold-Silber-Ratio. Diese ist am Donnerstag deutlich gestiegen, was zeigt, dass Silber schwächer performte als Gold.

Bei einem Anstieg um 1,22 Punkte erhöhte sich die Ratio von 60,99 auf 62,21. Das entspricht einem Zuwachs von 2,00 %. Ein steigender Wert signalisiert häufig eine defensivere Marktphase, in der Anleger Gold gegenüber Silber bevorzugen.

Warum betrachten wir diese Ratio? Die Gold-Silber-Ratio soll dem Leser einen Anhaltspunkt geben, welches der beiden Edelmetalle aktuell eher überbewertet und welches eher unterbewertet ist. Welche Kriterien das Gold-Magazin an die Gold Silber Ratio anlegt, kann unter Wissenswertes – Gold Silber Ratio nachgelesen werden.

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Die internationalen Börsen geben den Preis für Gold und Silber je Feinunze in US-Dollar an. Eine Feinunze wiegt rund 31,103 g. Die US-Dollar Notierung bewirkt, dass wir im Euro-Raum die Wechselkursentwicklung Euro / US-Dollar beobachten müssen.

Am Wochenende erscheint auch unser Wochenrückblick.  -> KW 16 2026 Gold nimmt wieder 5.000 USD in den Fokus, Silber mit mehr Dynamik und dazu ein Blick auf Goldaktien Barrick, Newmont, Franco Nevada, Equinox, Freeport McMoRan und Rio Tinto

Und wie sieht es beim Kupfer aus?

Da viele große Goldproduzenten inzwischen stark auf Kupfer setzen, lohnt sich auch hier ein genauer Blick. Gerade Unternehmen wie Freeport-McMoRan, Rio Tinto oder BHP treiben ihre Kupferprojekte massiv voran, da Kupfer als Schlüsselrohstoff der Energiewende gilt.

Der Preis für eine Tonne Kupfer startete am Donnerstag bei 13.236,73 USD und bewegte sich zwischen 13.220,10 USD und 13.385,63 USD. Daraus ergab sich eine Handelsspanne von 165,53 USD beziehungsweise 1,25 %.

Der letzte Kurs lag bei 13.253,42 USD und damit deutlich unter dem Vortageswert von 13.461,95 USD. Das entspricht einem Rückgang von 208,53 USD oder 1,55 %.

Auch hier spielten Konjunktursorgen, Dollar-Stärke und vorsichtigere Erwartungen an die globale Industrieentwicklung eine wichtige Rolle. Dennoch bleibt Kupfer strategisch eines der spannendsten Metalle für langfristig orientierte Investoren.

Ausblick auf die kommenden Handelstage

In der kommenden Woche dürfte der Fokus stark auf neuen US-Konjunkturdaten sowie Aussagen aus dem Umfeld der Federal Reserve liegen. Besonders Inflationsdaten und Entwicklungen am Ölmarkt könnten die Zinserwartungen erneut beeinflussen.

Für Gold bleibt kurzfristig entscheidend, ob der Bereich um 4.650 USD verteidigt werden kann oder ob eine tiefere Korrektur Richtung EMA 200 folgt. Silber wirkt charttechnisch derzeit anfälliger, während Kupfer zunehmend zwischen Konjunkturhoffnung und Wachstumsangst schwankt. Anleger sollten daher weiterhin mit erhöhter Volatilität rechnen.

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